(Odenxse / Recklinghausen) – Der Betonklotz, der im vergangenen Jahr das Auto einer deutschen Urlauberfamilie aus Recklinghausen auf dem Heimweg aus dem Urlaub aus Schweden in Dänemark nahe der Stadt Odense traf, wird die Familie ein Leben lang verfolgen.

Der jetzt 37-jährige Familienvater, dessen Auto vor einem Jahr von einem Betonklotz getroffen wurde, wird sein Leben lang mit einer Schwerstbehinderung leben müssen, seit er nach Monaten im Koma in der Universitätsklinik in Odense liegend erwacht ist. Das berichtet die Familie des betroffenen Vaters. „Es geht ihm (Vater) nicht gut. Sein Zustand hat sich nicht verändert. Er ist blind, leidet an Gedächtnisverlust und ist auf ständige Hilfe rund um die Uhr angewiesen“, berichtet die Familie.

Der tragische Vorfall ereignete sich vor knapp einem Jahr. Die Familie befand sich auf ihren Heimweg aus dem Urlaub, als westlich von Odense ein 30 Kilogramm schwerer Betonklotz von einer Autobahnbrücke geworfen wurde. Der Klotz schlug auf das Auto der Familie und traf die beiden Eltern schwer. Die 33-jährige Mutter war auf der Stelle tot, während der fünfjährige Sohn mit leichteren Verletzungen davonkam.

Der Sohn hat es den Umständen nach gut, berichtet die Familie. „Er wohnt bei seinen Großeltern. Aber wir wissen nicht, ob er jemals mit seinem Vater wieder zusammenwohnen kann“, sagen die Angehörigen. Es fällt der Familie bis heute schwer, die tragischen Geschehnisse des 21. August 2016 zu begreifen.

Bei der Tätersuche tappt die Polizei weiterhin im Dunkeln. „Trotz der vielen Hinweise, die wir erhalten haben, gibt es keine neuen Spuren, denen wir nachgehen können“, sagt Polizeioberrat Per Laursen von der Polizei auf Fyn (Fünen). Die Polizei hofft aber weiterhin auf neue Hinweise, die zur Ermittlung des Täters oder der Täter führen können.

von

Günter Schwarz – 19.08.2017