Frederik (im Bild) wird am 20. August 1559 im Alter von 25 Jahren in der Kirche „Vor Frue Kirke“ (Unsere Frauenkirche) in København, die der Jungfrau Maria geweiht und die Domkirche der Stadt ist, zum dänischen und norwegischen König, Kong Frederk II., gekrönt.

Frederik wurde am 01. Juli 1534 als ältester Sohn des dänischen Königs, Kong Christian III., und dessen Gemahlin Dorothea von Sachsen-Lauenburg geboren. Er gehört dem Geschlecht der von Oldenburg an. Er regierte als König von 1559 bis zu seinem Ableben am 04. April 1588.

Im Jahr 1571 heiratete Frederik seine Cousine, die 23 Jahre jüngere und erst 14-jährige Sophie von Mecklenburg (1557–1631), die einzige Tochter von Herzog Ulrich und dessen Frau Elisabeth von Dänemark. Das Paar führte eine ausgesprochen harmonische Ehe, auch wenn Sophie das Verhalten ihres Mannes oftmals als schlechtes Vorbild ansah und sie deshalb ihre drei ältesten Kinder zur Erziehung zu ihrer Mutter schickte.

Aus ihrer Ehe gingen die folgenden sieben Kinder hervor:

     – Elisabeth (1573–1626) – verheiratet mit Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
     – Anna (1574–1619); verheiratet mit König Jakob I. von England, Scottland und Irland
     – Christian IV. (1577–1648), König von Dänemark
     – Ulrich Johann (1578–1624), als Ulrich II. ab 1603 Administrator des Hochstifts Schwerin
     – Augusta (1580–1639); verheiratet mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf
     – Hedwig (1581–1641); verheiratet mit Kurfürst Christian II. von Sachsen
     – Johann (1583–1602)

Frederik begann seine Regierung am 01. Januar 1559, dem Todestag seines Vaters, Kong Christian III., am 01. Januar 1559 mit der Unterwerfung Dithmarschens in der der sogenannten „Letzten Fehde“. Die „Letzte Fehde“ war ein Kriegszug des dänischen Königs, in dem die Bauernrepublik Dithmarschen ihre Unabhängigkeit an Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf, König Friedrich II. von Dänemark und Herzog Johann II. von Schleswig-Holstein-Hadersleben verlor.

Danach ließ er sich am 20. August 1559 in København krönen und trat zur evangelischen Kirche über. 1564 musste er seinem Bruder Johann dem Jüngeren den ihm zustehenden Erbteil aushändigen. Dabei kam es zu einer weiteren Landesteilung in Schleswig und Holstein, indem Johann in Schleswig das Gebiet um Sønderborg und in Holstein das Gebiet um Plön erhielt. Die Stände verweigerten Johann jedoch die Huldigung als weiterer Landesherr.

Der Dreikronenkrieg gegen Schweden wurde 1570 durch den Frieden von Stettin beigelegt. Hier verzichtete Schweden auf seine Ansprüche auf Norwegen, Schonen, Gotland und Halland und zahlte 200.000 Thaler an Dänemark. Beide Staaten erkannten gegenseitig ihre Unabhängigkeit an. 1570 erhielt Friedrich die Anwartschaft auf Oldenburg.

Unter seiner Regierung wurden die Finanzen des Landes verbessert, Ackerbau und Handel gefördert, die Privilegien der deutschen Hanse allmählich beschränkt oder teilweise abgeschafft. Mehrere Bestimmungen in Bezug auf das Sundrecht getroffen und infolgedessen die Festungen Kronborg und Frederiksborg erbaut. Bereits 1560 revolutionierte Federik die Schifffahrt, indem er das moderne Leuchtturmwesen begründete. Auch die Wissenschaften, besonders die Astronomie, förderte König Friedrich.

Eine von dem Manieristen Johan Gregor van der Schardt gefertigte Bronzebüste Frederiks II. befindet sich auf Schloss Rosenborg. Der Humanist Heinrich Rantzau, mit dem Frederiks II. befreundet war, widmete ihm mehrere Bauwerke: Den sogenannten Rantzau-Obelisken, die Segeberger Pyramide sowie den in einem freundschaftlichen Wettstreit entstandenen „Tempel von Nordoe“ in der Nähe des Breitenburger Schlosses bei Itzehoe.

von

Günter Schwarz – 20.08.2017