(Pagensand) – Der Ausflugsdampfer „Lühe“ steckt laut Polizei weiter vor der Elbinsel Pagensand bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) fest. Am Donnerstag war das 27 Meter lange Schiff auf der Fahrt nach Glückstadt auf einer Sandbank im Nebenarm der Elbe stecken geblieben. Warum es zu der Havarie kam, steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest.

Die 43 Gäste und drei Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Die Passagiere wurden von Feuerwehr und DLRG von Bord gebracht. Nach einem vergeblichen Anlauf in der vergangenen Nacht soll beim nächsten Hochwasser vermutlich erneut versucht werden, das Schiff frei zu bekommen.

Die Gäste auf dem Dampfer waren Mitglieder von zwei Shanty-Chören. Sie waren mit dem Nostalgieschiff aus dem Jahr 1927 auf dem Weg zu einem Matjes-Essen in Glückstadt (Kreis Steinburg). Ungewöhnlich an dem Vorfall war, dass er sich bei Hochwasser ereignete. Ein Schlepper scheiterte bereits bei dem ersten Versuch, das Schiff wieder freizusetzen. Die Shanty-Chor-Mitglieder wurden mit mehreren Booten ins niedersächsische Stade gebracht.

Für die Umwelt bestehen nach Einschätzung der Einsatzkräfte keine Gefahren, denn die „Lühe“ wurde nach ersten Angaben nicht beschädigt. Betriebsstoffe sollen auch nicht ausgelaufen sein. Die Obwohl die Ursache für das Festfahren noch unklar ist, heißt es von dem Feuerwehrsprecher des Kreises Pinneberg, Dennis Renk, solche Einsätze in diesem Bereich habe man öfter, weil es ein Tidegewässer sei. „Wir haben natürlich sofort die Erkenntnis bekommen, dass keine Menschenleben in Gefahr sind. Da geht der Puls schon mal wieder ein bisschen weiter runter,“ sagte er.

Die Feuerwehr beabsichtigt, die Betriebsstoffe aus dem Boot abzupumpen, damit das Schiff an Gewicht verliert und dann entweder aus eigener Kraft freikommt oder freigeschleppt werden kann.

von

Günter Schwarz – 01.09.2017