(Prag) – Der amtierende Fußball-Weltmeister Deutschland hält in der WM-Quali mit dem Sieg über Tschechien sein Punktemaximum. Die deutschen Fans verhielten sich am Freitagabend beim 2:1-Sieg gegen Tschechien in Prag indes alles andere als weltmeisterlich.

Nach 7 Siegen aus 7 Spielen ist die deutsche Bilanz makellos. Der glanzlose 2:1-Sieg gegen Tschechien wurde jedoch von skandalösem Verhalten einiger Deutscher Anhänger überschattet: Nationalsozialistische Parolen und üble Beleidigungen sorgten am Tag nach der Partie für ein lautes mediales Echo.
„Sieg Heil! Scheiss DFB! Timo Werner Hurensohn!“, Deutsche Anhänger in Prag.

Pöbeleien, vereinzelte „Sieg-Heil“-Rufe und üble Beleidigungen gegen den DFB waren aus einem Pulk von etwa 200 Personen zu hören gewesen. Beide Nationalhymnen und eine Schweigeminute wurden durch Unflätigkeiten gestört.

Timo Werner wurde mit „Hurensohn“-Rufen eingedeckt – nicht zum ersten Mal. Die Spieler verzichteten in der Folge auch darauf, sich nach der Partie bei den Fans zu bedanken und traten den direkten Gang in die Kabine an. „Wir waren uns alle einig, dass wir da jetzt nicht noch in die Kurve gehen“, sagte Julian Brandt.

„Katastrophe! Ganz schlimm! Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher, Hooligans“, lautete der Kommentar von Mats Hummels.

von

Günter Schwarz – 02.09.2017