(Brunsbüttel) – In der Nacht zum Sonntag haben Beamte der Wasserschutzpolizei ein Schiff bei der Einfahrt in die Schleuse in Brunsbüttel überprüft und eine erhebliche Überladung festgestellt. Die Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte zunächst ein Weiterfahrverbot.

Am Samstagabend erhielt das Wasserschutzpolizeirevier den Hinweis, dass der unter der Flagge Malta’s fahrende Tanker „Scot Leipzig“, Heimathafen Valletta, zu tief geladen sein soll. Bei der Einfahrt in die Große Schleuse Nord gegen 01.45 Uhr am Sonntag waren die Freibordmarken auf beiden Seiten nicht sichtbar. Nach Berechnungen der Beamten lag das Schiff etwa 17 Zentimeter – entsprechen 313 Tonnen – zu tief im Wasser. Die zuständige Schiffsicherheitsabteilung der Berufsgenossenschaft Verkehr verfügte ein Weiterfahrverbot. Der Tanker musste sich auf die Neufeld West Reede legen, um dort durch Abpumpen von Ballastwasser wieder „auf Marke“ zu kommen. Erst dann durfte eine Weiterfahrt erfolgen.

Den türkischen Kapitän erwartet nun ein Bußgeldverfahren. Er musste eine von der BG Verkehr verhängte Sicherheitsleistung in Höhe von 5.400 Euro hinterlegen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 04.09.2017 um 10:51 Uhr

von

Günter Schwarz – 04.09.2017