(Rostock) – Ein bislang unbekannter Täter versprühte am Samstag gegen Mitternacht nach einem verbalen Streit in der Straßenbahn Reizstoffe. Hierdurch erlitten mehrere Fahrgäste Augenreizungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen bestieg ein unbekannter Täter im scheinbaren Alter von etwa 25 Jahren an der Haltestelle in der Martin-Niemöller-Straße die Rostocker Straßenbahn. In weiterer Folge kam es zu einem Streitgespräch zwischen dem tatverdächtigen Mann und einem unbekannten Fahrgast. Plötzlich holte der Tatverdächtige ein Reizstoffsprühgerät hervor und sprühte in Richtung seines Kontrahenten. Hierdurch erlitten zehn Fahrgäste leichte Verletzungen der Augen und Atemwege.

Die Fahrerin der Bahn hielt an der Haltestelle Dierkower Kreuz an und die Fahrgäste konnten die mit Reizstoffen verunreinigte Straßenbahn verlassen. Rettungskräfte des Rostocker Brandschutz- und Rettungsamtes versorgten die leicht verletzten Passagiere zunächst ambulant. Drei verletzte Personen mussten in der Rostocker Augenklinik weiterbehandelt werden.

Die sofort eingesetzten Polizisten konnten den flüchtigen Täter nicht mehr feststellen. Gegen ihn ermittelt nun die Rostocker Kriminalpolizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rostock vom 10.09.2017 um 03:59 Uhr

von

Günter Schwarz – 10.09.2017