Københavns Rathaus (im Bild), das von Martin Nyrop nach italienischem Vorbild, dem des Rathauses von Siena in der Toskana, entworfen wurde, wird am 12. September 1905 eingeweiht.

Das Rathaus von København befindet sich auf dem Rathausplatz am Rand der Altstadt, wo sich zuvor Københavns Festungsanlagen befanden. Es ist ein wuchtiges Bauwerk, welches den schon recht großen Rathausplatz nochmals dominiert. Beim Anblick des Gebäudes mit dem hohen Turm kommt man sich irgendwie wie in südlichen Gefilden vor. Es ist kein Zufall, denn das Rathaus erinnert in seinem Stil an einen Palast aus der Zeit der Renaissance in Norditalien. Dabei ist es jedoch erst 112 Jahre alt. Erbaut wurde es von 1892 bis 1905 und am 12. September des Jahres in Dienst gestellt. Das Rathaus ist der Sitz des Bürgermeisters von København.

Der Rathausplatz in København ist so etwas wie die „Gute Stube“ der Stadt und gleichzeitig auch der wohl belebteste und wichtigste Verkehrsknotenpunkt. Durch die unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof wird er zudem zum „Einfallstor“ in die für Touristen so interessante Altstadt. Der Rathausplatz war auch als Versammlungsort gedacht, und das erklärt, wieso der Platz ziemlich groß aber auch fast unbebaut ist.

An der Frontseite des Rathauses befindet sich eine große, vergoldete Statue, die den Bischof Absalon darstellen soll. Eine weitere Besonderheit des Rathauses ist der Glockenturm mit seiner berühmten Weltuhr, die Bewegung der Sonne und der Sterne sowie das Datum nach dem gregorianischen und julianischen Kalender anzeigt und die 1955 in Betrieb ging. Sie wurde von dem Uhrmacher Jens Olsen geplant, und er arbeitete auch jahrelang an dem Bau der Uhr, konnte aber die Fertigstellung nicht mehr miterleben. Heute kann man an der Uhr, die aus mehr als 15.000 Einzelteilen besteht, die Uhrzeit überall auf der Welt ablesen.

Man kann Teile des Rathauses kostenlos betreten. Andere Räume wie der Glockenturm können nur im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Vom Rathausturm aus öffnet sich ein wunderbarer Rundblick über die Altstadt.

von

Günter Schwarz – 12.09.2017