Der umstrittenen deutsche Aufklärer und Leibarzt des dänischen Königs, Kong Christian VII.(1749 – 1808), Johann Friedrich Struensee (1737–1772), der zeitweise in im dänischen Königreich als Regent auftrat, führt am 14. September 1770 im Königreich Dänemark und in den Herzogtümern Slesvig (Schleswig) und Holsten (Holstein) die „Freiheit der Meinungsäußerung“, ein Teil der Meinungsfreiheit, und damit die Pressefreiheit ein.

Die Pressefreiheit wurde im Laufe der folgenden Jahre in Dänemark mehrfach wieder eingeschränkt und nahezu aufgehoben, bis die gegenwärtige Verfassung, von der der größte Teil 1849 angenommen wurde und noch heute in Kraft ist, eine allgemeine Ausdrucksfreiheit wieder einführte, die wie folgt formuliert wurde:

Der Paragraph § 77 besagt: „Jeder ist berechtigt, schriftlich zu schreiben und zu sprechen, um seine Gedanken zu veröffentlichen, aber unter der Verantwortung der Gerichte. Zensur und andere vorbeugende Maßnahmen können nicht wieder eingeführt werden.“

von

Günter Schwarz – 14.09.2017