(Stralsund) – Am 21.09.2017, um 21:19 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg der Brand eines Mehrfamilienhauses in Stralsund in der Lindenallee mitgeteilt. Der Sachverhalt konnte bei Eintreffen der Funkstreifenwagen des Polizeihauptreviers Stralsund bestätigt werden.

Nach ersten Erkenntnissen brannte es in den Hausaufgängen Nr. 2 und Nr. 10. Die Brandorte befanden sich jeweils unterhalb der Treppe im Kellerbereich. Durch die Brände kam es zu einer starken Rauchentwicklung in den jeweiligen Aufgängen. Alle in den beiden Aufgängen anwesenden Personen mussten die Wohnungen verlassen.

Zur Brandbekämpfung waren die Berufsfeuerwehr bzw. die Freiwillige Feuerwehr Stralsund mit zwei Löschzügen vor Ort. Der Rettungsdienst, der mit mehreren Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz war, übernahm die Versorgung und Betreuung der Anwohner. Zur kurzzeitigen Unterbringung der Anwohner wurde ein Bus durch die örtlichen Verkehrsbetriebe bereitgestellt.

In den beiden Hausaufgängen sind ca. 65 Personen gemeldet, davon ca. die Hälfte mit Migrationshintergrund (kasachische, syrische, irakische und vietnamesische Staatsangehörige). Durch den Brand wurden 11 Personen leichtverletzt und wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Unter den Verletzten befinden sich fünf Kinder im Alter von 6 Monaten bzw. 5, 6, 8 und 12 Jahren.

Nachdem die Brände gelöscht und die Aufgänge/Wohnungen entsprechend gelüftet worden waren, konnten die Bewohner gegen 23:25 Uhr wieder in ihre Wohnungen. Durch die Brände entstand ein Schaden von ca. 11.000,- Euro. Die Kriminalpolizei hat vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Ermittlungen werden mit Unterstützung eines Brandursachenermittlers geführt.

Das Kriminalkommissariat Stralsund bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Wer sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Brandes machen kann, wird gebeten, sich im PHR Stralsund (Tel.: 03831/28900), bei der Kriminalpolizei (03831-28300), in jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Neubrandenburg vom 22.09.2017 um 04:04 Uhr

von

Günter Schwarz – 22.09.2017