Dänemark führt am 18. Oktober 1660 den Absolutismus ein und Frederik III. wird als Erbkönig in København auf dem Platz vor dem Københavner Schloss, wo sich heute das dritte Schloss Christiansborg befindet, gefeiert.

Frederik III., der am 18. März 1609 in Haderslev als dritter Sohn von Kong Christian IV.war König von Dänemark und Norwegen von 1648 bis 1670.
Am 18. Oktober 1660 begründete Friedrich III. den Absolutismus in Dänemark und Norwegen, der in Norwegen über fast 150 und in Dänemark über 200 Jahre Bestand hatte.

Sein Vater versuchte über ihn, Einfluss auf die norddeutschen Bistümer zu erlangen. Bereits mit fünf Jahren wurde der evangelisch getaufte Frederik Domherr in Verden, ein Jahr später auch in Bremen. 1619 gelang es seinem Vater, ihn zum Koadjutor von Verden wählen zu lassen, und von 1623 bis 1629 war er dort auch Bischof. Zusätzlich wurde er 1626 Koadjutor von Osnabrück und auch in Halberstadt war er Dompropst. Wegen des Dreißigjährigen Krieges wuchs der junge Frederik jedoch in Dänemark auf. Im Lübecker Frieden am 12. Mai 1629 musste Christian IV. auf Frederiks Ansprüche in den norddeutschen Bistümern verzichten.

1631 ernannte sein Vetter, der Erzbischof von Bremen, Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, zum Koadjutor von Bremen. Als Johann Friedrich 1634 starb, wurde Frederik als Frederik II. sein Nachfolger als Erzbischof von Bremen und ebenso als Bischof von Verden. Die anderen Bischofssitze behielt er weiter, was unter katholischen Kirchenfürsten jener Zeit nicht minder üblich war. Bereits zu seiner Bremer Zeit war Christoffer von Gabel Frederiks enger Vertrauter, der seine Finanzen abwickelte. Diese Titel, die mit dem Besitz der jeweiligen Hochstifte verbunden waren, verlor er im Frieden von Brømsebro 1645 wieder, als Bremen und Verden nach dem von Dänemark verlorenen Torstenssonkrieg in den Besitz Schwedens übergingen. Dieses Recht wurde im Westfälischen Frieden bestätigt. Als Ersatz für die entgangenen Einnahmen wurde Friedrich 1647 zum Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein ernannt.

Im August 1658 griffen die Schweden erneut København an und belagerten die Stadt anderthalb Jahre lang. Frederik berief mit Hans von Schack einen erfahrenen Soldaten und Festungskommandanten zum Oberkommandierenden und konnte im Verbund mit einer holländischen Hilfsflotte unter Opdam sowie mit Hilfe des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg den Angriff bei Nyborg am 14. November 1659 abwehren und so die Souveränität Dänemarks retten.
Nach dem Tod des schwedischen Königs wurde im Frieden von København am 5. Juni 1660 im Wesentlichen die Vereinbarung aus dem Roskilde-Vertrag bestätigt, allerdings fielen Trondheim und Bornholm an Dänemark zurück, und die Insel Ven ging in schwedischen Besitz über.

Frederik berief hierauf einen Reichstag ein, um mit ihm über die Konsolidierung der Finanzen, der Armee, der Marine und des Handels zu beraten. Die Geistlichkeit und der Bürgerstand betrachteten als Mittel dazu die Demütigung des Adels und die Erhöhung der königlichen Macht, weshalb Dänemark am 13. Oktober 1660 für ein Erbreich in männlicher und weiblicher Linie und der König für völlig souverän erklärt wurde .

Am 18. Oktober 1660 legten die Stände nach der Erbhuldigung einen erneuten Eid gegenüber dem nun absolutistischen Herrscher ab. Am 10. Januar 1661 wurde ihm die entsprechende Akte überreicht, und am 14. November 1665 unterzeichnete er das von Peder Schumacher Griffenfeld entworfene „Königsgesetz“ (dänisch „Kongelov“, die „lex regia“), nach welchem in Dänemark und Norwegen eine völlig unumschränkte Monarchie hergestellt und der Reichsrat wie der Reichstag abgeschafft wurden; doch wagte man diese Neuerungen erst bei der Krönung des Nachfolgers 1670 vollständig bekannt zu machen.

Kong Frederik verstarb am 9. Februar 1670 in København

von

Günter Schwarz – 18.10.2017