(København) – Auch der Sprecher der dänischen Regierungspartei Venstre (Rechtssoziale Partei),Mads Fuglede; zeigt sich von der aktuellen Welle der persönlichen Berichte über sexuelle Belästigung beeindruckt. „Es müsse endlich Schluss damit sein – und Schluss mit schlechten Witzen zu dem Thema!“ sagt er.

Der gleichstellungspolitische Sprecher der dänischen Regierungspartei Venstre, Mads Fuglede, sieht Parallelen zwischen der Gewalt gegen Kinder und sexueller Belästigung und Übergriffen auf Frauen. Er zeigt sich tief beeindruckt davon, dass viele Frauen in den sozialen Medien von ihren Erlebnissen berichten oder diese unter dem Hashtag „#metoo“ darüber berichten, selbst belästigt worden zu sein.

„Das folgt demselben Muster, wie als man damit aufhören sollte, Kinder zu schlagen. Wir sehen ein, dass man so etwas nicht einfach im Scherz machen kann oder schlechte Witze darüber reißen kann“, sagt er. „Für sehr viele Frauen ist dieses ein sehr großes Problem“, so Fuglede weiter.

Angestoßen wurde das Thema um sexuelle Gewalt gegen Frauen mit dem ehemaligen des Weltwirschatsfond, Dominique Strauss-Kahn, der in einem NewYorker Hotel das Zimmermädchen Nafissatou Diallo vergewaltigt haben soll und erst nach Zahlung einer Summe von 6 Millionen Dollar von der Justiz wieder freigelassen wurde, woraufhin er umgehend nach Frankreich zurückkehrte.

Weltweit war eine Debatte zum Thema nochmals richtig angeheizt worden, nachdem mehrere Schauspielerinnen berichteten, von dem amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein belästigt oder in einigen Fällen vergewaltigt worden zu sein.

Inzwischen dehnt sich diese Affäre auch auf den amtierenden amerikanischen Präsidenten Donald Trump aus, der, wie mehrfach in den Medien berichtet, ja auch nicht gerade „zimperlich“ mit Frauen umgehen soll und eine wenig frauenfreundliche Ausdrucksweise pflegt, wie diese bereits mehrfach in sozialen Medien veröffentlicht wurde.

Auf Twitter haben Menschen, die ebenfalls sexuellen Belästigungen ausgesetzt waren, begonnen, Nachrichten mit „#metoo“ zu schreiben, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Mads Fuglede meint, dass etwas passieren müsse – und zeigt sich offen für Vorschläge von Gesetzesinitiativen, die sich dieses Problems annehmen.

von

Günter Schwarz – 19.10.2017