Der U-Boot-Bauer Peter Madsen hat in einem neuen Verhör mit Københavns Polizei jetzt zugegeben, dass er die Leiche der schwedischen Journalistin Kim Wall zerstückelt hat. Für den Tod der Journalistin will er laut eigener Aussage jedoch weiterhin nicht verantwortlich sein.

Der wegen Mordes verdächtigte U-Boot-Bauer Peter Madsen hat in einem neuen Verhör mit der Polizei berichtet, dass Kim Wall an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sei. Am Zeitpunkt ihres Todes will er an Deck des U-Bootes „Nautilus“ gewesen sein. Zuvor hatte er stets behauptet, dass die Journalistin beim Einstieg in das Boot von der etwa 70 Kilogramm schweren Einstiegsluke erschlagen wurde. Diese Aussage wurde widerlegt, nachdem der abgetrennte Kopf von Kim Walls gefunden wurde und keine Verletzungen aufwiesen, die diese Aussage Madsens stützen konnte.

Zugleich hat der 46-jährige Madsen jetzt endlich eingeräumt, die Leiche der Journalistin zerstückelt zu haben, so die Pressemitteilung der Kopenhagener Polizei. Auch das hatte Madsen zuvor immer nachdrücklich abgestritten.

„Diese neue Aussage hat uns dazu veranlagt, die Aussage Madsens mit den Berichten der Gerichtsmediziner und U-Boot-Experten zu vergleichen“, sagte der Polizeioberrat von Københavns Polizei, Jens Møller Jensen.

Madsen hält weiterhin an seiner Aussage fest, Kim Wall nicht getötet zu haben.

Das Gericht in København kündigte gestern, am Montag den 30. Oktober, die Termine für den kommenden Prozess gegen Peter Madsen an. Er soll am 8. März 2018 beginnen und ist bis zur Urteilsverkündung am 25. April geplant.

von

Günter Schwarz – 31.10.2017