(Schackendorf) – Im Fall der in Schackendorf im Kreis Segeberg gefundenen Frauenleiche hat ein Richter am Freitagabend einen Haftbefehl gegen den Ehemann der Toten erlassen. Der 47-Jährige sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Weitere Details will die Staatsanwaltschaft erst am Montag bekannt geben.

Donnerstagmittag wurde in Schackendorf auf einem Wirtschaftsweg eine weibliche Person leblos aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um eine 34-Jährige aus Schackendorf handelte. Die Besonderheiten der Auffindesituation und die Verletzungen am Kopf ließen den Schluss zu, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Im Rahmen der Spurensuche am Tatort im Birkenweg, an der A 21, entfernten Beamte der Bereitschaftspolizei aus Eutin am Freitagmittag mit Freischneidern das Knickholz in einer Länge von ca. 40 m. Anschließend suchten die Beamten den Bereich akribisch ab. Es wurden Gegenstände sichergestellt, die gegebenenfalls mit der Tat in Verbindung stehen könnten. Diese werden jetzt kriminaltechnisch untersucht.

Bei der Obduktion, die ebenfalls am Freitag stattfand, kamen die Rechtsmediziner zu der ersten Einschätzung, dass die Frau durch stumpfe Gewalt zu Tode gekommen ist.

Im Laufe der Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen den Ehemann der Getöteten. Der 47-Jährige wurde wegen des Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsdelikts vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel fand noch am Freitagabend die Vorführung des Tatverdächtigen am Amtsgericht Kiel statt. Der Haftrichter erließ wegen des Verdachts des Mordes Untersuchungshaftbefehl.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 04.11.2017 um 12:42 Uhr

von

Günter Schwarz – 04.11.2017