(Brunsbüttel) – In der Nacht zum Dienstag ist es im Nord-Ostsee-Kanal zu einem Seeunfall gekommen. Ein Frachter fuhr dabei in die Böschung, konnte sich aber aus eigener Kraft befreien und seinen Weg zunächst fortsetzen.

Um 02.00 Uhr geriet das unter der Flagge von Antigua und Barbuda mit dem Heimathafen St. John’s fahrende, 81,69 Meter lange Motorschiff „RMS Ruhrort“ auf Höhe des Kanalkilometers 36,2 in die dortige Nordböschung. Bereits auf Höhe des Kanalkilometers 36 verlor der 3. Offizier die Kontrolle über das Ruder, wodurch das Schiff erst einmal nach Backbord in Richtung der südlichen Kanalböschung driftete.

Sofort wurde die Geschwindigkeit reduziert und das Ruder hart steuerbord gelegt, um eine Böschungsberührung zu verhindern, was zunächst auch gelang. Durch die Ruderlage und das Absetzen von der Südböschung erhielt das Schiff jedoch eine so starke Richtungsänderung nach Steuerbord, dass ein Auffangen des Schiffes trotz weiterer Maschinen- und Rudermanöver nicht mehr möglich war. Das Schiff fuhr in die Nordböschung.

Um 02.20 Uhr gelang es dem Schiff, sich aus eigener Kraft von der Böschung zu befreien und seine Reise fort zu setzen. Der mit Holz beladene Frachter befand sich auf dem Weg von Rostock nach Rochefort. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ordnete ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse an, gestattete jedoch die Verlegung nach Brunsbüttel, wo das Schiff derzeit festgemacht hat.

Die Ermittlungen in diesem Fall hat das Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel übernommen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 07.11.2017 um 08:27 Uhr

von

Günter Schwarz – 07.11.2017