(Rendsburg) – Die einzige von Jacques Offenbachs Opern, die Weltruhm errang, war auch sein letztes Werk und konnte vom Komponisten selbst nicht mehr vollendet werden. Die Rendsburger Opernfreunde können Jacques Offenbachs grandioses Werk am Sonntag, den 12. November 2017, um 16:00 Uhr im Stadttheater jedoch vom Anfang bis zum Ende erleben und bekommen neben den herrlichen Melodien dieser Oper wie beispielsweise die „Barcarole“ eine Handlung geboten, die in der Opernwelt ihresgleichen sucht – und im Schleswig-Holsteinischen Landestheater sind „Hoffmanns Erzählungen“ in deutscher Sprache zu erleben!

In der phantastischen Oper Offenbachs mischen sich skurrile und unheimliche Elemente aus den Novellen des romantischen Dichters E.T.A. Hoffmann mit dessen Biografie zu einer grotesken Traumwelt, angesiedelt irgendwo zwischen Liebesgeschichte und Schauermärchen.

Der Künstler Hoffmann, gleichermaßen in einer Schaffens- wie in einer Liebeskrise, gerät in dieser Oper, verfolgt von seiner Muse, in eine surreale Welt, die sich aus seiner eigenen Vorstellungskraft speist. Er begegnet drei Frauen, an denen er verschiedene Spielarten leidenschaftlicher Hingabe erprobt: der mechanischen Apparatur Olympia, der ganz in ihrer Kunst verlorenen Sängerin Antonia und schließlich der berechnenden Kurtisane Giulietta. Begleitet von weiteren Figuren, die stets wie Engel und Teufel seines Gewissens agieren, durchläuft Hoffmann die surreal verzerrten Szenerien seiner Fantasie, welche zwischen Grenzen von Wahn und Wirklichkeit immer mehr verschwinden…

Besetzung

Leitung:

–  Musikalische Leitung: Peter Sommerer
–  Inszenierung: Peter Grisebach
–  Ausstattung: Michele Lorenzini
–  Choreinstudierung: Bernd Stepputtis

Mit:

–  Hoffmann: Junghwan Choi / Ralf Simon
–  Die Muse / Niklas / Stimme der Mutter: Paulina Schulenburg
–  Lindorf / Coppélius / Dr. Mirakel / Dapertutto: Kai-Moritz von Blanckenburg
–  Andrés / Cochenille / Frantz / Pitichinaccio: Samuel Smith
–  Olympia / Stella: Amelie Müller
–  Antonia: Anna Schoeck
–  Giulietta: Julia Mintzer
–  Nathanael / Spalanzani: Christopher Hutchinson
–  Hermann / Schlémihl: Marian Müller
–  Luther / Crespel: Markus Wessiack
–  Unsichtbare Geister, Kellner, Studenten, Diener, Gäste u. a.: Opernchor, Extrachor und Statisterie
–  Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Vorstellungsdauer: ca. 3 Stunden, eine Pause – Eintritt: ab 17.00 Euro

von

Günter Schwarz – 10.11.2017