Der dänische Komponist und Titularprofessor Julius Andreas Bechgaard kommt am 22. Dezember 1843 in København zur Welt.

Bechgaard wurde in Leipzig von 1859-1861 und später von Johan Christian Gebauer in København ausgebildet. 1868-70 war er Organist an der katholischen St. Ansgar Kirche in København, Nachdem er 1872 das Erbe der deutschen Vorfahren erhielt, reiste von 1872 bis 1873 nach Deutschland, Italien und später noch nach Paris. Seitdem lebte er ausschließlich um des Komponierens Willen und um bei seinen Zeitgenossen populär zu werden.

Als Komponist debütierte Bechgaard im Jahr 1866 mit einem Buch mit vierstimmigen Liedern, und während seines Lebens schrieb er bis zu 200 Lieder, oft in Form von Liedzyklen. Seine Ambitionen gingen jedoch auch in Richtung des Theaters, und er schrieb Musik für Theaterstücke und 3 Opern, von denen allerdings nur die Oper „Frode“, die er 1893 komponiert hatte, aufgeführt wurde.

Beeinflusst wurde Bechgaards Musik teils von Gade aber teilweise auch von Robert Schumann, Richard Wagner sowie von Hector Berlioz.

Julius Bechgaard verstarb am 04. März 1917 in Frederiksberg bei København.

von

Günter Schwarz – 21.12.2017