(Kiel) – Donnerstagnachmittag, den 03.05.2018, führte die Kontrolle eines Rollerfahrers durch Beamte des Polizeibezirksreviers Kiel zu der Fertigung mehrerer Anzeigen gegen den Fahrer. Der junge Mann hatte sein Gefährt nicht nur getunt, sondern war auch ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Da der Verdacht bestand, dass er vor Fahrtantritt Betäubungsmittel zu sich genommen hatte, entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe.

Gegen 16:00 Uhr befuhren Beamte des Polizeibezirksreviers mit ihrem zivilen Videowagen den Stadtteil Gaarden. In der Sörensenstraße sahen die Tuningspezialisten einem vor ihnen fahrenden Motorroller auf den ersten Blick an, dass Veränderungen vorgenommen wurden, die zur Erlöschung der Betriebserlaubnis führen. Außerdem hatte der Roller ein erhöhtes Beschleunigungsvermögen.

Im Kirchenweg forderten die Beamten den Fahrer zum Anhalten auf. Der junge Mann erklärte ihnen, dass er heute nur eine kleine Spritztour machen wollte. Einen Führerschein für seinen 50er Roller habe er nicht. Außerdem sei ein Motor verbaut worden, mit dem man eine Geschwindigkeit von weit über 100 km/h erreichen könne.

Während des Gespräch mit dem 24-Jährigen erhärtete sich bei den Beamten der Verdacht, dass dieser Betäubungsmittel zu sich genommen haben könnte. Sie ordneten eine Blutprobenentnahme an, die auf dem 4. Polizeirevier in Gaarden erfolgte. Im Anschluss musste der junge Mann seinen Heimweg zu Fuß antreten.

Der Motorroller, an dem ein Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2015 angebracht worden war, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel beschlagnahmt und ein Geschwindigkeitsgutachten in Auftrag gegeben.

Die kurze Spritztour hat für den Fahrer nicht unerhebliche strafrechtliche Folgen. Es erwartet ihn eine Anzeige wegen des Führens eines Kraftfahrzeugs ohne erforderliche Fahrerlaubnis, der Urkundenfälschung, des Führens eines Kraftfahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung, des Führens eines Kraftfahrzeugs unter berauschenden Mitteln und eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die allgemeine Beschaffenheit von Fahrzeugen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 04.05.2018 um 13:46 Uhr

bearbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 04.05.2018