Die norwegische Besetzung von Ostgrønland wird am 05. Mai 1933 vom Ständigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag für rechtswidrig erklärt. Norwegen erkennt den Schiedsspruch an. Grønland bleibt damit zur Gänze unter dänischer Herrschaft.

Grønland ist die größte Insel der Welt und heißt amtlich „Kalaallit Nunaat“ (in der Sprache der Eskimo bedeutet das „Land der Menschen“). Der größte Teil Grønlands liegt nördlich des nördlichen Polarkreises zwischen dem nördlichen Atlantik und dem Nordpolarmeer. Die Länge der grønländischen Küste, die tief von Fjorden eingeschnitten ist, wird auf rund 5 800 Kilometer geschätzt.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts führte der Walfang zum Grønlandkonflikt zwischen Norwegen und Dänemark. 1921 erklärte Dänemark seine Souveränität über Grønland, das vorher als norwegisches Nebenland galt.

Norwegen fürchtete nun, seine wichtigen Walfanggründe vor der Ostküste Grønlands zu verlieren und erkannte als einziger Staat die dänische Souveränität nicht an. Auch als 1924 ein dänisch-norwegischer Vertrag den Norwegern die Walfangrechte sicherte, sahen diese den Konflikt noch nicht als beendet an.

Am 10. Juli 1931 hatten norwegische Fischer und Pelztierjäger in Ostgrønland rechtswidrig die norwegische Flagge gehisst und das Gebiet Eirik Raudes Land genannt. Ein Jahr später besetzte Norwegen auch Südostgrønland.

Dänemark übergab die Angelegenheit daraufhin dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag am 12. Juli 1931, der am 5. Mai 1933 mit 12 gegen 2 Stimmen die norwegische Besetzung von Grønland für rechtswidrig erklärte und die gesamte Insel Dänemark zusprach.

von

Günter Schwarz – 05.05.2018