(København) – Maersk Tankers kündigt Zusammenarbeit mit dem Iran wegen drohender US-Sanktionen zum 4. November auf. Die dänische Reederei Mærsk Tankers mit Sitz in København, eine der weltgrößten Reedereien, hat am Donnerstag ihre Absicht bekannt gegeben, ihre Geschäftsaktivitäten im Iran wegen des von Donald Trump entschiedenen US-Austritts aus dem Atomdeal und der Wiederaufnahme der US-Sanktionen gegen Teheran einzustellen.

Demnach wird die dänische Reederei auf Druck der US-Amerikaner keine neuen Verträge mehr mit dem Iran eingehen, um US-Sanktionen gegen das Unternehmen zu vermeiden. Wie es aus København heißt, sollen alle vor dem 8. Mai angenommenen Aufträge für Erdöltransporte noch bis zum 4. November 2018 bedient werden.

Bevor die US-Sanktionen aufgehoben wurden, betrug der Erdölexport des Iran bis zu eine Million Barrel pro Tag. Die meisten Exporte gingen in asiatische Länder, zum Teil auch in einige europäische. Mittlerweile hat die tägliche Exportmenge 2,5 Millionen Barrel pro Tag erreicht. Anfang Mai kündigte das Weiße Haus an, aus dem Atomdeal mit dem Iran auszusteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft zu setzen, was auch nicht-amerikanische Unternehmen weltweit betrifft, die Handelsbeziehungen zum Iran unterhalten.

von

Günter Schwarz – 20.05.2018