(Wien) – Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn erklangen bei freiem Eintritt Arien italienischer Klassiker wie Giacomo Puccini, Francesco Cilea und Ruggero Leoncavallo vor begeisterten einheimischen und in Wien als Gast weilenden Zuhörern. Die Wiener Philharmoniker geben das Sommernachtskonzert seit 2004 in jedem Jahr als „Geschenk für die Wiener und Gäste der Stadt“ gratis.

Das österreichische Fernsehen stahlte das Konzert, diesen prominenten Exportartikel Österreichs im Kulturbereich, über ORF2 von 21:05 Uhr bis 22:25 Uhr über die Eurovision mittels 90 angeschlossenen Fernsehstationen weltweit in 70 Länder über vier Kontinente aus. In Deutschland konnte man das Konzert zeitversetzt ab 21:45 Uhr über 3sat erleben.

Das 15. Sommernachtskonzert im Schlosspark von Schönbrunn am gestrigen Abend hat einen neuen Besucherrekord gebracht. Insgesamt 104.500 Musikfreunde kamen am Donnerstag, um Sopransuperstar Anna Netrebko und den russischen Stardirigenten Valery Gergiev am Pult der Wiener Philharmoniker zu sehen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet Valery Gergiev das legendäre Mariinsky Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einem der renommiertesten Vertreter der russischen Kultur aufgestiegen ist.

Neben den 65.000 im Schlosspark zugelassenen Besuchern zählten die Veranstalter nochmals rund 40.000 vor der Gloriette und somit außerhalb des eigentlichen Veranstaltungsareals – nun zum zweiten Mal in Folge mit direktem Blick auf die Bühne, statt auf ihre Hinterseite, behielt man doch die um 180 Grad gewandte Ausrichtung der Bühne aus dem Vorjahr bei.

Dabei fanden sich unter den Gästen nicht nur Klassikliebhaber, sondern auch zahlreiche Prominente aus Politik und Kultur, darunter auch Hollywood-Star Charlize Theron, die aus Anlass des nahenden Life Balls nach Wien gekommen war. Das Sommernachtskonzert, das in seinen Anfangsjahren regelmäßig Garant für einen regnerischen Frühsommerabend war, zeigte sich, was das Wetter anbelangt, nun schon zum dritten Mal in Folge von seiner besten Seite mit einem herrlichen Sommerabend.

Musikliebhaber, denen es nicht möglich war, das Konzert am 31. Mai im TV zu verfolgen, können das komplette Konzert an dieser Stelle in einer Aufzeichnung erleben.

Programm:

          –  Gioacchino Rossini: Ouvertüre zur Oper „Guillaume Tell“, Finale
          –  Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper „La forza del destino“
          –  Francesco Cilea: Arie „Io son l’umile ancella“ aus der Oper „Adriana Lecouvreur“
          –  Pietro Mascagni: Intermezzo aus der Oper „Cavalleria rusticana“
          –  Giuseppe Verdi: Triumphmarsch aus der Oper „Aida“
          –  Giuseppe Verdi: Ballettmusik aus der Oper „Aida“
          –  Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Neapolitanischer Tanz aus dem Ballett „Schwanensee“
          –  Sergei Prokofjew: „Romeo und Julia“ – Suite Nr. 2 op. 64b, Nr. 1: „Montagues und Capulets“
          –  Giacomo Puccini: Arie „Vissi d’arte, vissi d‘amore“ aus der Oper „Tosca“
          –  Giacomo Puccini: Intermezzo aus der Oper „Manon Lescaut“
          –  Ruggero Leoncavallo: Arie „Stridono lassù“ aus der Oper „Pagliacci“

von

Günter Schwarz – 01.06.2018