Die Opernsängerin in der Stimmlage Sopran Edith Johanne Oldrup-Björling betritt die Bretter der Welt am 18. juni 1912 in København.

Edith Oldrup war die Tochter von Charles Peter Ferdinand Oldrup Pedersen (1885-1946) und Hulda Marie Larsen (1885-1969).

Nach ihrem Abschluss der Mittleren Reife an der französischen Schule begann sie als16-Jährige ihre Gesangsausbildung bei Vilhelm Herold und wurde im Alter von 20 Jahren an die Königliche Akademie der Schönen Künste am Königlichen Theater zugelassen. Hier debütierte sie 1934 als Michaëla in Georges Bizets Oper Carmen. Für die folgenden 15 Jahre bis 1949 war sie am Königlichen Theater fest engagiert und ab 1946 besonders als Kammersängerin gefragt.

Ihr Repertoire umfasste ca. 40 verschiedene Partien, aber vor allem lag ihr das Rollenfach sowie besonders die Partien von W.A. Mozart, die sie großartig beherrschte – besonders die Rollen der Fiordiligi und Despina in „Cosi fan tutte“, Papagena in der „Zauberflöte“, Zerlina in „Don Giovanni“ und Susanna in der „Die Hochzeit des Figaro“. Sie zeichnete sich aber auch in Puccinis Werken aus, so als Mimi in „La Bohème“ und der Titelrolle in „Madame Butterfly“.

Oldrup hatte eine helle und leichte Stimme, und sie war eine ausgezeichnete Koloratursängerin, womit sie sich in die Herzen ihrer Zuhörer sang. Auch ihre Interpretationen dänischer Lieder und Romanzen von z. B. von C.E.F. Weyse und Carl Nielsen sind hervorzuheben. Sie machte während ihrer Karriere als Sängerin über 60 Schallplattenaufnahmen.

Am 28. Mai 1949 heiratete sie den schwedischen Opernsänger Sigurd Björling (1907-1983). Infolgedessen zog sie zum ihrem Ehemann nach Schweden, wodurch ihre Karriere etwas einbrach. An der Stockholmer Oper und Drottningholms Slottsteater gstierte sie einige Male als Gaststar, und sie hatte weiterhin noch Gastauftritte in Dänemark, ohne einem festen Ensemble anzugehören.

1960 wurde ihr die Ehre zuteil, und sie wurde zum Ridder af Dannebrogsordenen (Ritter des Dannebrogordens) geschlagen.

Edith Oldrup verstarb am 4. juni 1999 in Helsingborg.

von

Günter Schwarz – 18.06.2018