(Niebüll) – Gestern meldete sich eine Frau als Zeugin zu einem Vorfall am Bahnübergang in Niebüll. Sie stand als Radfahrerin am geschlossenen Bahnübergang in der Gather Landstraße.

Nachdem die Schranken sich geöffnet hatten, fuhr sie mit dem Rad los. Sie bemerkte jedoch einen herannahenden Zug und nahm ein Hupsignal wahr. Erst später wurde ihr bewusst, in welcher Gefahr sie sich befunden hatte.

Beamte der Bundespolizei nahmen sich des Sachverhaltes an und führten gestern noch Befragungen des verantwortlichen Bahnpersonals durch. Es konnte ermittelt werden, dass ein Bahnmitarbeiter offensichtlich gestern gegen 12:00 Uhr bei der Rangierfahrt eines Autozuges die Bahnschranken geöffnet hatte, obwohl der Zug den Bahnübergang queren musste. Der Lokführer musste eine Schnellbremsung einleiten und kam auf dem Bahnübergang zum stehen.

Es wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 29.06.2018 um 11:59 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 30.06.2018