Während der Schlacht auf der Kolberger Heide (Schönberger Probstei) am 01. Juli 1644 wird der dänische König, Kong Christian IV., von einem Granatsplitter getroffen und verliert dabei ein Auge.

Die Seeschlacht auf der Kolberger Heide fand am 01. Juli 1644 statt. Im Verlauf des Schwedisch-Dänischen Kriegs 1643–1645 kämpften auf der „Kolberger Heide“ eine schwedische und eine dänische Flotte um die Vorherrschaft im westlichen Ostseebereich.

Die Kolberger Heide war einst ein ausgedehntes, sandiges Heidegebiet, das sich vor der Probstei ins Meer erstreckte. Der Sand der Kolberger Heide, die lange besiedelt war, wurde in der Sturmflut am 10. Februar 1625 fortgespült und hatte sich vor Laboe abgesetzt; der Name blieb jedoch für ein küstennahes Meeresgebiet erhalten. Die beiden Flotten der Schweden mit 40 Schiffen und Dänen mit 34 Schiffen, trafen nördlich von Fehmarn aufeinander und zogen dann im Verlauf der Schlacht bis in die Kieler Förde.

Der dänische König, Kong Christian IV., der persönlich den Oberbefehl führte, und Reichsadmiral Jørgen Vind wurden in der Schlacht schwer verwundet. Kong Christian IV. verlor ein Auge in der Schlacht und kämpfte aber weiter, und Vind erlag seinen Verletzungen am 17. Juli in København. Doch die Dänen konnten sich gegenüber den an Schiffen und Truppen überlegenen Schweden behaupten und eine schwedische Landung in Schleswig-Holstein verhindern.

Das Ereignis wurde später in der dänischen Königshymne „Kong Kristian stod ved højen mast“ literarisch verarbeitet.

von

Günter Schwarz – 01.07.2018