(Tønder) – Der Jernalderlandsbyen (Eisenzeitdorf) Hjemsted bei Skærbæk nahe der Insel Rømø ist stark von dem Verbot offener Feuer betroffen, da es dem Museum derzeit nicht erlaubt ist, die römischen Kriegsmaschinen abzufeuern, die zu den beliebtesten Attraktionen für die Besucher des Museums gehören.

Wegen des Verbots in der Gemeinde Tønder, offene Feuer zu entzünden, kann das Eisenzeitdorf Hjemsted (vormals Oldtidsparks Hjemsted) – den Touristen nicht das Abfeuern römischer Kriegsmaschinen demonstrieren – sowohl das Katapult, das eine Sturmwaffe ist und mit Feuerbällen schießt, als auch der berühmte Ballist, eine Wurfmaschine, die als Abwehrwaffe und mit Speeren schießt, werden normalerweise fast jeden Tag im Juli abgefeuert. Aber jetzt gibt es das Verbot der Kommune, Feuer zu entzünden, so dass man die spektakulären Maschinen nicht vorführen kann.

„Es ist wirklich schlimm, dass wir nicht zeigen können, was die großen Kriegsmaschinen der Antike leisten können. Es ist sehr beliebt bei unseren Besuchern zu sehen, wenn sie abgefeuert werden. So hoffen wir so sehr auf Regen, dass das Feuer-Verbot bald aufgehoben werden kann“, sagt der Vorsitzende des Museums Karsten Eskildsen zu TV SYD.

In Hjemsted – die „Welt der Dänen“ können Familien auch auf einem der acht rekonstruierten Bronzzeithöfen Urlaub machen. Auch hier gibt es momentan ein Verbot offenes Feuer draußen anzuzünden, aber die Urlauber, die alle – fast – wie in der Eisenzeit leben, können Feuer in den Kaminen in den Häusern entzünden. „Offenes Feuer ist verboten, aber die Kamine in den Häusern sind noch in Betrieb. Sie sind solide gebaut und sicher in der Anwendung“, scherzt Karsten Eskildsen.

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Günter Schwarz – 06.07.2018