(Norderstedt) – Am Freitagvormittag des 13. Juli 2018 ist es in der Ohechaussee zu einem Polizeieinsatz der eher ungewöhnlichen Art gekommen.

Ein Anrufer hatte gegen 08:30 Uhr einen Schwan auf der Fahrbahn der Ohechaussee in Höhe Am Tarpenufer gemeldet. Eine Streife des Norderstedter Polizeireviers suchte die Örtlichkeit auf und traf hier auf ein „äußerst unkooperatives und renitentes Tier“ der Rasse Cygnuns Artratus.

Der Aufforderung, stehen zu bleiben, kam der Schwan nicht nach und fauchte verächtlich in Richtung der Beamten und stellte in aggressiver Manier zudem die Flügel auf. Das Tier ergriff anschließend über die stark frequentierte Fahrbahn die Flucht auf ein Grundstück. Auf der Straße „stoppte“ der Schwan nach Angaben der Beamten bewusst den Verkehr auf, um ein möglichst großes Chaos zu verursachen. Die aufmerksamen Verkehrsteilnehmer verhinderten Schlimmeres und bremsten rechtzeitig.

Nach kurzer Verfolgung zu Fuß konnten die sportlichen Polizisten den Flüchtigen schließlich nach mehrmaligen Richtungsänderungen einholen und umstellen. Von der angedrohten Gewahrsamnahme ließ sich der Vogel nicht beeindrucken. Stattdessen ging er mit offenem Maul und aufgestellten Flügeln auf einen der Beamten los, so dass dieser zum Selbstschutz die Arme hochriss, um seinen Kopf zu schützen.

Den Fangversuchen der Ordnungskräfte entzog sich der Schwan durch mehrmaliges geschicktes Ausweichen. Der Staatsgewalt offenbar schließlich überdrüssig entzog sich der Schwan schließlich mittels Flucht, indem er in Richtung Hamburg davonflog.

Die anschließend eingeleitete Fahndung verlief negativ. Der Flüchtige wird als „dunkel gefiedert“ und „schwarz maskiert“ beschrieben. Weiterhin soll er einen roten Schnabel haben.

Glücklicherweise zogen sich weder der Schwan noch die Beamten Verletzungen zu. Guten Flug, lieber Schwan!

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Bad Segeberg vom 16.07.2018 um 11:47 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 16.07.2018