Der britische Sender Channel4 hat in das irische Unternehmen CPL einen Reporter eingeschleust. CPL ist ein Dienstleistungsunternehmen, das für Facebook tätig ist. Das Ergebnis der Recherche ist irritierend.

Die verdeckte Recherche sollte herausfinden, warum Facebook welche Inhalte löscht, bzw. warum nicht.

Die Dokumentation des Senders enthüllt, das rassistische, oder sogar pädophile Inhalte nicht gelöscht werden, wenn sie genug Einnahmen generieren. Facebook hat sich für die Recherche bedankt und versprochen, in Zukunft Abhilfe zu schaffen.

Auch in Deutschland ist der umstrittene Kurs von Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Umgang mit Holocaust-Leugnern arg in die Kritik geraten. Facebook müsse sich an die Gesetze halten, erklärte das Berliner Ministerium am Donnerstag. „Antisemitismus darf nirgendwo einen Raum haben. Wer den Holocaust leugnet, den sollte niemand verteidigen“, sagte Außenminister Heiko Maas. Die Äußerung Zuckerbergs, der selbst Jude ist, hat auch nach Angaben des Bundesjustizministeriums keine Relevanz.

von

Günter Schwarz – 19.07.2018