In den vergangenen Wochen wurden vermehrt Feuerquallen an der Ostsee-Küste gesichtet, die zudem vermehrt mit Badegästen in Berührung kamen. Schuld an dieser „Quallenplage“ sind konstante Nordost- und Nordwinde und das derzeitig warme Wetter.

In Heiligendamm an der Ostsee sind in den vergangenen Tagen mindestens 90 Menschen durch Feuerquallen verletzt worden. Das berichtete die „Ostsee-Zeitung“. Auch auf Fehmarn mussten bis zu 60 Menschen nach Kontakt mit Feuerquallen behandelt werden. Die betroffenen Personen wurden mit Rasierschaum behandelt.

Am Südstrand der Ostseeinsel Fehmarn machten in diesem Jahr biher ungewöhnlich viele Badegäste Bekanntschaft mit den Tentakeln der Feuerquallen. Am Donnerstag hätten 50 bis 60 Menschen nach Kontakt mit den Quallen behandelt werden müssen, sagte der Wachleiter der DLRG-Station Südstrand, Matthias Jenke, am Freitag.

Der Kontakt mit den giftigen Tentakeln der Feuerquallen ist für den Menschen grundsätzlich zwar nicht lebensbedrohlich, aber besonders schmerzhaft. Betroffene berichten von starken Hautreizungen, die sich wie Verbrennungen anfühlen. Nur für Allergiker kann eine Berührung des Feuerquallen-Tentakels gefährlich sein und gar tödlich enden, wenn sie einen anaphylaktischen Schock erleiden.

Die Rettungsschwimmer sprühten Rasierschaum auf die betroffenen Körperstellen, um die giftigen Nesselfäden von der Haut zu entfernen. Die Tiere waren bei den seit Tagen vorherrschenden Winden aus nördlichen und nordöstlichen Richtungen mit der Strömung massenhaft an den Strand gespült worden. Am Freitag seien dagegen nur noch wenige Feuerquallen gesichtet worden, sagte Jenke.

von

Günter Schwarz – 31.07.2018