Der am 01. Januar 1805 in København geborene Landschaftsmaler Ernst Christian Petzholdt, bekannt unter dem Namen Fritz, verstirbt am 01. August 1838 in der westgriechischen Hafenstadt Patras.

Fritz war als Absolvent der Kunstakademiet København ein dänischer Landschaftsmaler der „Kopenhagener Schule“, die auch als das „Goldene Zeitalter der dänischen Malerei“ bezeichnet wird. Die meiste Zeit seines künstlerischen Lebens verbrachte er in Italien, wo er raffinierte Landschaften in einer hellen Farbpalette malte, aber auch früh starb – höchstwahrscheinlich durch Selbstmord.

Fritz Petzholdt wurde am 01. Januar 1805 in København als Sohn eines Kaufmanns Johan Jacob Petzholdt und seiner zweiten Frau Josephine Marie Elisabeth Petzholdt in ein wohlhabendes Heim geboren. Nach einer Lehre als Hausmaler besuchte er ab 1824 die Königlich Dänische Kunstakademie, wo er bei Christoffer Wilhelm Eckersberg studierte. Es war während der Jahre des „Goldenen Zeitalters der dänischen Malerei“ in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er schloss sein Studium 1828 ab und verkaufte bereits im darauffolgenden Jahr ein Gemälde, „En mose ved Høsterkøb med tørvearbejdere“ (Ein Sumpf bei Høsterkøb), an die Königlich Dänische Gemäldesammlung.

Obwohl er nie die Goldmedaille der Akademie gewann, die traditionelle Aufforderung für Akademiestudenten, mit einem Reisestipendium ins Ausland gehen, um ihr Studium zu vertiefen, ermöglichte ihm das Vermögen seiner Familie, noch im selben Jahr in den Harz zu reisen, und dann im Mai 1830 weiter nach Rom aufbrechen. Unterwegs besuchte er Dresden, Prag, Nürnberg, München, Venedig und Florenz. In Rom trat er der dänischen Künstlerkolonie bei, die sich in der Stadt mit Bertel Thorvaldsen als Zentrum gebildet hatte. Er unternahm Ausflüge in die römische Landschaft – zu Orten wie Tivoli, Subiaco und Olevano – sowie längere Ausflüge in den Süden nach Neapel, Sizilien und auf die griechische Insel Korfu.

Im Winter 1835/36 kehrte er wegen Krankheit und Tod seines Vaters nach København zurück. Kurz nach der Beerdigung machte er sich mit einem längeren Zwisachenstopp in München wieder auf den Weg nach Italien. Von Italien aus reiste er weiter nach Griechenland, ein Ziel, das nur Martinus Rørbye bei den dänischen Malern des Goldenen Zeitalters besucht hatte.
Am 01. August 1838 wurde er in seinem Hotelzimmer in Patras tot aufgefunden. Ob es ein Fall von Selbstmord oder Mord war, wurde nie abschließend geklärt.

von

Günter Schwarz – 01.08.2018