(Wöhrden) – In Wöhrden bei Heide im Kreis Dithmarschen geriet am gestrigen Donnerstagabend ein Waldorfkindergarten in Brand. Der Einsatz war für die Feuerwehrleute schwierig, denn wegen der Trockenheit gab es nicht genug Löschwasser Vorort. Die Löschbrunnen waren laut Angaben der Feuerwehr schnell erschöpft und der einzige Hydrant in der Nähe überlastet. Der Einsatzleiter alarmierte weitere Wehren im gesamten Kreis. So pendelten andere Löschfahrzeuge immer wieder hin und her und brachten neues Wasser zum Brandort.

Zusätzlich behinderte auch die Bauart des Hauses die Löscharbeiten, da durch das mit Gras bewachsene und mit Kieseln bedeckte Dach die Feuerwehrleute den Schwelbrand in der Zwischendecke nicht wie gewöhnlich löschen konnten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aus diesem Grund musste ein Bagger anrücken und das Dach öffnen. Danach breitete sich das Feuer aus. Das erst wenige Jahre alte Gebäude wurde fast vollständig zerstört.

Erst gegen 02:00 Uhr in der Nacht rückten die Helfer dann ab. Weil laut Leitstelle erneut Glutnester aufflammten, mussten einzelne Feuerwehrleute noch einmal zum Kindergarten fahren. Die Einsatzkräfte bedankten sich besonders bei den Nachbarn, die alle Helfer mit Getränken versorgten. Die Polizei geht davon aus, dass Bauarbeiten nahe des Kindergartens das Feuer ausgelöst haben könnten. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt – der Kindergarten hatte wegen der Ferien geschlossen.

von

Günter Schwarz – 03.08.2018