(Horsens) – Am Freitagabend zog das „Weltballett“ in Horsens zu einer Open Air Aufführung ins Gefängnis ein – mit der rohen Gefängnismauer als einziger Kulisse.

Die Aufführung des „Weltballetts“ in Horsens war vollständg ausverkauft.

Es war der Opernsänger Jens-Christian Wandt, der das „Weltballett“ 2008 initiierte. Die erste Aufführung wurde seinerzeit vor der Tilsandede Kirke in Skagen gezeigt, und sie tourt seit der ersten „Weltballett“-Aufführung jeden Sommer zu speziell ausgewählten Spielorten in Dänemark. Von Skagen im Norden bis nach Ribe im Süden und von Agger im Westen bis Klampenborg im Osten – und jetzt auch in Horsens an der Ostküste Jyllands (Jütlands).

Der Organisator Jens-Christian Wandt hatte sich darauf gefreut, die Vorstellung im Gefängnis von Horsens präsentieren zu dürfen.

„Der Rahmen ist ein wichtiger Teil unserer Inszenierung, sei es ein Schlosspark auf Mols, ein Strand an der Küste der Nordsee oder in den windigen Dünen von Skagen – es gibt immer etwas Magisches, denn Ballett ist eine Kunstart, die fast überall dargeboten werden kann“, sagt Jens-Christian Wandt.

In Horsens war der Kontrast zwischen dem zarten Ballett und der so rohen und gewaltätigen Ausstrahlung eines Gefängnisses derart immens, dass dieser an einem schönen Sommerabend dem Publikum ein ganz besonderes Erlebnis bot.

von

Günter Schwarz – 04.08.2018