(København) – Dänische Raumfahrt-Amateure schossen am Samstag, den 04.08.2018, von einer Plattform auf der Ostsee aus eine Rakete rund 6.500 Meter in die Höhe. Die selbstkonstruierte und -gebaute 178 Kilo schwere „Nexø II“ erreichte allerdings nur etwa die halbe Höhe, wie die „Copenhagen Suborbitals“ erhofft hatten. Auf Twitter bezeichnete die Gruppe das Experiment aber dennoch als Erfolg.

Die Rakete kam nach dem Start und dem Flug in 6,5 km Höhe mit einem Fallschirm wieder herunter. Das Ziel der Initiative ist es, als erste Amateure irgendwann einen Menschen ins Weltall zu schicken. Dafür müssen sie allerdings eine deutlich größere Rakete deutlich höher fliegen lassen.

Die Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltraum liegt in einer Höhe von etwa 100 Kilometern, obwohl der Übergang zwischen der Erdatmosphäre und dem Weltraum fließend ist. Die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) definiert jedoch die Grenze zum Weltraum bei 100 Kilometern Höhe über dem Meeresspiegel, der Kármán-Linie. In dieser Höhe ist die Geschwindigkeit, die benötigt wird, um Auftrieb zum Fliegen zu erhalten, gleich hoch wie die Umlaufgeschwindigkeit eines Satelliten, so dass man oberhalb dieser Linie nicht mehr sinnvoll von Luftfahrt sprechen kann.

von

Günter Schwarz – 06.08.2018