Die von der deutschen Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Wochenende gestartete Initiative zur neuen linken Sammelbewegung „Aufstehen“ stößt offenbar auf ein großes Echo. Innerhalb der ersten 24 Stunden habe es bereits mehr als 30.000 Anmeldungen von Interessierten gegeben, sagte Wagenknechts Ehemann, der frühere SPD-Vorsitzende und spätere Linken-Chef Oskar Lafontaine, der „Rheinischen Post“ in deren Dienstag-Ausgabe.

„Wir sind mit dem Echo auf den Start im Internet sehr zufrieden“, sagte er. Bis gestern Mittag seien es dann 36.000 Anmeldungen gewesen. „Das ist mehr, als wir erwartet hatten“, sagte Lafontaine dazu weiter. Er betonte, „Aufstehen“ sei „eine überparteiliche Bewegung“. Er verglich das mit „der Friedens-, Frauen- und Dritte-Welt-Bewegung“. Daraus seien auch keine Parteien entstanden und trotzdem hätten sie die Gesellschaft verändert.

Wagenknecht hatte als Ziel der neuen Sammlungsbewegung genannt, die Voraussetzung für neue linke Mehrheiten in der Politik zu schaffen. Von den Grünen und aus der SPD kamen allerdings vorwiegend skeptische Stimmen. Auch innerhalb der Linkspartei gibt es Vorbehalte, da einige Linke-Mitglieder befürchten, die neue Bewegung könne zu einer Spaltung der Partei führen.

Massive Kritik gegen Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung kommen besonders von der „Bild“-Zeitung, die (im Stil von „Volkes Stimme“) wieder einmal ganz fürchterlich dick aufträgt und deren Historiker Michael Wolffsohn zu dieser Bewegung gar Vergleiche zur NSDAP zieht. Dabei wird wieder einmal, wie es bei überzogen konservativen und rechten Gruppierung und Parteien üblich ist, mit Verdrehungen und Unwahrheiten gearbeitet, die lediglich dazu dienen sollen, Sahra Wagenknecht und ihren Versuch, soziale Politik wieder gesellschaftsfähig zu machen, zu diskreditieren.

von

Günter Schwarz – 07.08.2018