(Aarhus) – Der Windturbinenhersteller Vestas mit Sfirmensitz in Aarhus hat in der ersten Jahreshälfte die Nase noch vorn halten können. Aber die durch die amerikanische „Trump-Politik“ ausgelösten globalen Turbulenzen in der Wirtschaft führen auch zu Unsicherheiten bei einem der größten Windturbinenhersteller der Welt.

Vestas hat im zweiten Quartal 2018 seinen Umsatz gesteigert und seine Erträge gehalten. Der Preisdruck auf dem Markt und der sich verschärfende Handelskrieg standen dennoch ständig im Vordergrund der Befürchtungen. Und während die schlimmsten Szenarien bislang noch nicht eingetreten sind, macht man sich immer noch Sorgen.

Insgesamt hat Vestas im zweiten Quartal – die drei Monate von April bisJuni – Windkraftanlagen für 2,3 Milliarden Euro verkauft. Der Überschuss liegt bei 184 Millionen Euro. Es ist in etwa die gleiche Summe wie im Vorjahreszeitraum.

„Externe Faktoren wie bestehende und potenzielle Lieferantenpreise und steigende Lohnkosten führen zu einer gewissen Unsicherheit in der Branche. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr erfreut, dass Vestas weiterhin die besten Margen auf dem Markt erzielt“, verkündett Geschäftsführer Anders Runevad im Halbjahresabschluss.

Der eigentliche Handelskrieg stand aber im Mittelpunkt des Interesses, da Stahl und Aluminium zu den wichtigsten Materialien gehören, die zu Trumps Sonderzöllen in den US-Dollar-Raum gehören. Das sind wichtige Rohstoffe für Vestas.

Zusammmenfassend lehnt Vestas auch eine exakte Prognose für das ganze Jahr ab – wenn auch mit Einschränkung. Man erwartet bei Vestas grob geschätzt einen Umsatz von 10-11 Milliarden Euro bei einer vorherigen Einschätzung von 10-10,5 Milliarden Euro. Und während das Unternehmen einen operativen Gewinn von 9 bis 11 Prozent des Umsatzes erwartet, wurde dieser zuvor beit 9,5 bis 10,5 Prozent gesehen.

von

Günter Schwarz – 15.08.2018