(København) – Das Problem der schlechten Ernährung unter Kindern und Jugendlichen muss laut der dänischen Lars Løkke Rasmussen Regierung angegangen werden, die am Mittwoch eine neue Strategie zur Verbesserung der Essgewohnheiten von Jugendlichen auf den Weg gebracht hat.

Fast jedes fünfte Kind im Alter zwischen neun und sechzehn Jahren in Dänemark ist übergewichtig, und nur Rauchen ist ein ernsteres Gesundheitsrisiko als schlechte Ernährung in Bezug auf die Entwicklung chronischer Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs, heißt es von Medizinern.

Vier Ministerien, das Ministerium für Umwelt und Ernährung, das Ministerium für Bildung, das Ministerium für Gesundheit und ältere Menschen und das Ministerium für Kinder und Soziales, stehen hinter dem Plan.

Gesundheitsüberwachung für Schulen und Kindertagesstätten, bessere Aufklärung über Lebensmittel und ein neues nationales Forum für Ernährung und Gesundheit gehören zu den Elementen der neuen Initiative mit einem Budget von 40 Millionen Kronen (9,4 Millionen Euro).

„Wir als staatliche Behörde wollen nicht bestimmen, was die Menschen essen“, sagte Jakob Ellemann-Jensen (Venstre / Rechtsliberale Partei), Minister für Ernährung und Umwelt, in einer Pressemitteilung. „Aber wir müssen Informationen über Lebensmittel und inwieweit Lebensmittel für die Gesundheit wichtig sind, bereitstellen, damit wir fundierte Entscheidungen treffen können, sowohl für Supermärkte als auch Privatpersonen zuhause in deren Küche“, fügte Ellemann-Jensen hinzu, „das ist sowohl für das individuelle Wohlergehen als auch für die Sozialwirtschaft wichtig, da die Gesundheitskosten durch die Zunahme von mit dem Lebensstil verbundenen Krankheiten steigen.“

Ein Problem, das mit der Maßnahme in Angriff genommen werden soll, ist das ungesunde Essen in sozial benachteiligten Gruppen der Gesellschaft, da Übergewicht und schlechte Ernährung für die Menschen in diesem Bevölkerungskreis am häufigsten sind. „Die Regierung möchte daher Eltern frühzeitig eine bessere Orientierung geben“, sagte Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre). „Wir wissen, dass gesunde Essgewohnheiten, die während der Kindheit etabliert wurden, sehr wahrscheinlich bis ins Erwachsenenalter fortdauern und dadurch dazu beitragen können, später sowohl Adipositas als auch eine Reihe anderer Krankheiten zu verhindern“, sagte Nørby. „Deshalb liefern wir jetzt verständliche und nützliche Informationen, die sowohl von gefährdeten Familien als auch von Erwachsenen und Kindern in ihrem geschäftigen Alltag genutzt werden können“, fügte sie anbei.

von

Günter Schwarz – 18.08.2018