(Esbjerg) – Da ihre Forberedende Erhvervsskole (Vorbereitende Wirtschaftsschule) in Konkurs ist, verlieren 119 Schüler ihre Lehranstalt. Die Schüler fragen sich: „Was wird jetzt mit mir passieren?“ Denkt die Kommune Esbjerg jetzt an etwa 119 Schüler an der Forberedende Erhvervsskole?

Das Schulleitung der Schule hat beschlossen, nach mehreren Jahren von Verlusten den Konkurs zu erklären, und keiner der Kommunalpolitiker aus Esbjergs Stadtrat und dem Finanzausschuss haben am Dienstag einer dringend erforderlichen Nothilfe von einer halben Million Kronen (67 Tsd. Euro) zugestimmt. „Insofern gab es für die Schule keinen anderen Weg, und damit stellte die Schulleitung den Antrag auf Insolvenz“, schreibt die „Jydske Vestkysten“.

Deshalb setzt die Kommune Esbjerg jetzt eine sogenannte Task Force ein, d. h. eine Gruppe von Mitarbeitern, die es als ihre Aufgabe betrachten, die 119 Schüler auf dem Weg durch das Bildungssystem zu unterstützen und andere Bildungseinrichtungen für sie zu finden.

„Es ist wichtig, dass uns die Schüler nicht aus den Fingern gleiten, also bewegen wir uns in dieser Angelegenheit schnell“, sagt Lise Willer, Direktorin für Bürger und Arbeitsmarkt der Kommune Esbjerg.

„Die insolvente Schule bleibt noch für den Rest des Monats geöffnet, und in der Zwischenzeit werden wir versuchen, jeden Schüler anderweitig eine Schule zu finden“, sagt die Schuldirektorin. „Wenn sie immer noch Spaß daran haben, eine Wirtschaftsschule zu besuchen, werden wir versuchen, sie zum Beispiel in Ribe unterzubringen. Es gibt auch Kurse an der SOSU-Skolen (Sozial-und Gesundheitsschule) in Aabenraa und die AMU Kurse über das Internet“, sagt sie.

Auch das Job Center der Kommune Esbjerg ist bereit, sich für die 119 jungen Schüler einzusetzen, um ihnen aus ihrer mißlichen Lage zu helfen.

Einer der Schüler ist Marco Danielsen, 23 Jahre alt. Es tut ihm wirklich leid, dass seine Schule schließt. „Ich lerne hier nicht nur Dänisch und Mathematik. Ich lerne auch, mit dem Alltag klarzukommen“, sagt er der Zeitung „Jydske Vestkysten“. „Was wird jetzt mit mir passieren?“ fragt er.

von

Günter Schwarz – 22.08.2018