(Lübeck) – Nachdem das Amtsgericht Lübeck am 21.07.2018 gegen den Beschuldigten, dem versuchter Mord an mehreren Menschen vorgeworfen wird, einen Untersuchungs-haftbefehl erlassen hatte, ist der Beschuldigte durch eine von der Staatsanwaltschaft beauftragte forensisch-psychiatrische Sachverständige exploriert worden.

Die Sachverständige ist zu dem Ergebnis gekommen, bei dem Beschuldigten liege mit hoher Wahrscheinlichkeit eine paranoide Schizophrenie vor. Er sei zum Zeitpunkt der Tat nach erster Einschätzung nicht schuldfähig gewesen.

Bei weiterhin bestehender Gefährlichkeit des Beschuldigten liegen daher dringende Gründe dafür vor, dass als Ergebnis der kommenden Hauptverhandlung vor dem Landgericht die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Kranken-haus gemäß § 63 StGB angeordnet werden wird.

Das Amtsgericht Lübeck hat daher auf Antrag der Staatsanwaltschaft die vorläufige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 126a StPO unter Aufhebung des ursprünglichen Untersuchungshaftbefehls angeordnet.

Es wird darauf hingewiesen, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck vom 24.08.2018 um 12:38 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 24.08.2018