Am 26. August 1968 bricht bei Restaurierungsarbeiten des Margretespirets (Margretenturm) ein Brand auf dem Dach des Rokilder Domes aus.

Das Feuer wurde ausgelöscht, bevor es in dem Dom von Roskilde zu größeren Schäden kam, aber das ursprüngliche Margretespir und eine Turmuhr aus dem frühen Mittelalter gingen verloren. Das neue druckimprägnierte Treppenstufen als Kopien der Originaltreppe zum Turm koch hielten jedoch nur 30 Jahre, da daa verwendete Holzschutzmittel das Holz reißen und das darauf besfestigte Kupferblech brechen ließ. So mussten in den 1990er Jahren die Stufen abermals ersetzt werden und in den Jahren von 2006 bis 2008 erhielt der Dom ein neues Dach.

Die Roskilde Domkirke (Dom zu Roskilde) der evangelisch-lutherischen Volkskirche Dänemarks ist der erste gotische Dom Skandinaviens aus Backstein. Das in Roskilde auf der dänischen Insel Sjælland (Seeland) stehende Gebäude trug somit maßgeblich zur Verbreitung der Backsteingotik bei. Die 1280 fertiggestellte Kirche ist der traditionelle Begräbnisort der dänischen Könige und in neuerer Zeit Touristenmagnet. 1995 nahm die UNESCO den Dom in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Der Hauptaltar ist ein Antwerpener Retabel (Gattung eines Flügelaltars) von 1560. Als nachreformatorisches Kunstwerk zeigt er in detailreicher Schnitzerei Szenen aus Jesu Kindheit und der Passion mit der Kreuzigung im Mittelpunkt.

In der Kirche liegen die Gräber von 21 dänischen Königen und 17 Königinnen, darunter Harald Blauzahn, Margarethe I., Christian IV. und Frederik IX. Margarethes Leichnam war ursprünglich wie ihr Vater und ihr Sohn in der Klosterkirche von Sorø begraben gewesen, wurde aber 1413 nach Roskilde überführt. Ihr Grab wurde im Dänisch-Schwedischen Krieg zerstört. Die erste Grabkapelle mit drei Altären, an denen Priester für sein Seelenheil beten sollten, ließ der erste Oldenburger König Christian I. für sich und seine Nachfahren errichten, allerdings nutzten diese den Roskilder Dom erst nach der Reformation als Begräbnisstätte. Im Gegensatz zu ihrem Vorfahren, in dessen Kapelle sich kein Denkmal seiner selbst befindet, errichteten Christian III. und Frederik II. sich gewaltige, prunkvolle Mausoleen im Stil der Renaissance.

Da der Dom nicht nur Königen als Grablege diente, ist der Boden mit Hunderten Grabplatten bedeckt. Auch in der Krypta befinden sich Gräber.

Eine Kuriosität ist die sogenannte Königssäule, auf der die Körpergröße verschiedener europäischer Herrscher eingezeichnet ist, angefangen von Christian I. mit 2,19 m, der selbst die 2,08 m von Zar Peter dem Großen erheblich übertraf.

von

Günter Schwarz – 26.08.2018