(Lübeck) – Gegen einen Lübecker Bauunternehmer und seine Ehefrau verhängte das Amtsgericht Lübeck jeweils Haftstrafen über 1 Jahr und 9 Monaten auf Bewährung.

Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck beim zuständigen Hauptzollamt Kiel ergaben, dass der als selbständiger Verputzer tätige Unternehmer Sozialversicherungs-beiträge in Höhe von 183.000 Euro hinterzogen hatte. Seine auf dem Bau eingesetzten Arbeitnehmer ließ er vollschichtig arbeiten, meldete sie aber nur geringfügig oder gar nicht bei der Sozialversicherung an.

Die geleistete Mehrarbeit wurde schwarz vergütet.

Zur Verschleierung der Schwarzlohnzahlungen erkaufte sich der Unternehmer sogenannte Scheinrechnungen und ließ diese in seine Buchhaltung einfließen, um so über die tatsächlichen Auftragsverhältnisse hinwegzutäuschen. Die als Betriebsausgaben verbuchten Gelder dienten einzig und allein der Bezahlung von Schwarzarbeitern.

Da sich die Ehefrau des Angeklagten als Namensgeberin der Baufirma auf die illegalen Geschäfte ihres Ehemannes einließ, erging auch gegen sie ein Strafbefehl. Zudem ordnete das Gericht die Einziehung der säumigen Gelder in Höhe von 183.000 Euro an.
Die Gerichtsentscheidungen haben Rechtskraft erlangt.

Quelle: Pressemitteilung des Hauptzollamts Kiel vom 27.08.2018 um 08:19 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 27.08.2018