Der Opernsängerin mit der Stimmlage Tenor, Erik Anton Julius Schmedes, betritt die Bretter der Welt am 27. August 1868 in Gentofte, einer mittelgroßen Stadt einige Kilometer nördlich der dänische Hauptstadt København.

Als Opernsänger machte Erik Schmedes sich vor allem für seine Rollen in Opern von Richard Wagner bekanneinen Nament. Auch sein Bruder Hakon Schmedes war ein in Dänemark sehr bekannter Violinist und Komponist.

Nach Studien in Paris, Berlin und Wien debütierte Erik Schmedes 1891 in Wiesbaden zunächst als Bariton. Nach weiteren Studien bei dem Musiklehrer und Musikschriftsteller August Iffert, einem der bedeutensten Gesangspädagen seiner Zeit, debütierte er 1898 in Wien als Heldentenor in Titelrolle in „Siegfried“ an der Wiener Hofoper.

Schmedes sang von 1899 bis 1906 auch bei den Bayreuther Festspielen und an der Wiener Hofoper war er in Wagner-Opern zu sehen. So war er 1903 in der Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ unter dem Dirigat des damaligen Stardirigenten Gustav Mahler zu sehen und hören. In der Saison 1908/1909 trat er auch an der New Yorker Metropolitan Opera auf. Obwohl er in erster Linie Rollen aus dem Wagner-Repertoire sang, war Schmedes auch ein bewunderter Interpret von Florestan in Beethovens „Fidelio“. Während seiner Laufbahn hat Schmeders in 1.130 Aufführungen insgesamt 42 Rollen gesungen
.

27 Jahre lang prägte Schmedes das Wiener Opernleben entscheidend mit, bis er sich, aus gesundheitlichen Gründen am 30. Juni 1924 mit der Titelpartie in Wilhelm Kienzls „Evangelimann“ von der Bühne verabschiedete.

Danach wirkte er bis zu seinem Tod als Pädagoge am Neuen Wiener Konservatorium, wo er, an Stelle eines erkrankten Tenoristen, mit seiner hochbegabten Tochter Dagmar, im ersten Walkürenakt den Siegmund sang. Zu seinen Schülerinnen zählten so prominente Sängerinnen wie Maria Müller und Anny Konetzni.

Erik Schmedes hatte bereits geraume Zeit an einer Lungenblähung sowie einer Herzmuskelentartung gelitten, als er am 21. Juni 1931 in die Herzstation eines Wiener Krankenhauses eingeliefert wurde, wo er am selben Abend verstarb.

Erik Anton Julius Schmedes verstarb am 21. März 1931 in Wien

von

Günter Schwarz – 27.08.2018