(Kolding) – Der Künstler Erik Valter, der Gestalter der umstrittenen „Søhavfruen“ im Slotssøen in Kolding, hat am Wochenende den Kopf seiner Skulptur zurückbekommen, wie gestern berichtet wurde.

Der Kopf war seit Mittwoch vergangener Woche verschwunden. Die „Søhavfruen“ hat unter professionellen und selbst ernannten Kunstkritikern viel Aufregung wegen ihres alternativen Körperbaus ausgelöst, was Mittwochnacht einen unbekannten Täter dazu veranlasst haben mag, den Kopf der Skulptur abzutrennen und damit zu verschwinden.

Aber dann ist der Künstler Erik Valter, nachdem er eine kleine Belohnung für das Wiederauffinden des Kopfes ausgesetzt hatte, über einen Screenshot auf Instagram selbst auf die Spur eines jungen Mannes gekommen, der das Foto des Kopfes ins Netz gestellt hatte. Über diesen gelang es Erik Valter, mit einem Mann Kontakt aufzunehmen, mit dem er ein geheim gehaltenes Treffen in Kolding vereinbaren konnte, bei dem er den Kopf der „Søhavfruen“ in einer schwarzen Tasche zurückerhielt.

Am gestrigen Montag bekam die „Søhavfruen“ nun vom Künstler selbst ihren Kopf zurück, und er wurde ihr wieder aufgesetzt. „Jetzt bist du wieder so schön, wie du bist“, meinte der Künstler. Zufolge Erik Valters ist seine „Søhavfruen“ ein Showdown zu dem, was er „Perfektionskultur“ nennt. „Wir sollten nicht alle völlig schönheitsfixiert oder modellhaft sein – besonders junge Leute. Jeder ist schön in sich selbst, so wie er oder sie ist. Das ist die Botschaft“, sagt er.

von
Günter Schwarz – 28.08.2018