(Mandø) – Die kleine Nordseeinsel Mandø, zwischen Fanø im Norden und Rømø im Süden gelegen, ist der angestrebten Förderung des Gütertransports zwischen dem Festland und der Insel einen Schritt näher gekommen. Dieses wird durch einen neuen Bericht des Ministeriums für Wirtschaft und Inneres belegt.

Der Bericht enthält einen Vorschlag für ein konkretes Modell dafür, wie Mando an den staatlichen Subventionen für die Senkung der Zölle für Waren dänischer Inseln teilhaben kann, obwohl Mando nicht mit einer Fährverbindung versorgt wird.

Mandø hatte im vergangenen Jahr beantragt, Teil des Förderprogramms für die Reduzierung der Fährfrachtraten zu werden.

Nach Angaben der Gemeinde Esbjerg, dem Mandø Fællesråd und dem Sammenslutningen af Danske Småøer (Verband kleiner dänischer Inseln) sollten es jährlich 110.000 Kronen (14.750 Euro) sein. Der Antrag wurde von Wirtschaft und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberal Alliance) mit der Begründung abgelehnt, dass zwischen Mandø und dem Festland kein Fährbetrieb besteht.

Die Transportunternehmen kategorisieren Mandø jedoch nicht als eine Insel mit Brückenverbindung zum Festland ein, was zu höheren Frachtraten führt, da die Insel nur zeitweise und bei Ebbe über Land erreichbar ist. Da die Zuschussregelung für die Senkung der Fährfrachtraten festgelegt worden war, gab es eine politische Übereinkunft, sie nur auf den Fährverkehr zu beschränken, weil es sich dabei um eine einfache und objektive Abgrenzung zum Festland handelt.

Für eine Lösung, die auf der gemeinsamen Beförderung von Waren von einem Landepunkt vom Festland aus nach Mandø beruht, kann der Bezug auf eine natürlich begrenzte Gesamtmenge von Waren praktisch sinnvoll sein. Die Mittel für eine solche speziellen Mandø-Lösung würde im Rahmen der Anpassung der Gesamtzuweisung für Subventionen von Tarifen für den Güterverkehr Transportkosten auf die Insel senken, heißt es nun in dem kürzlich veröffentlichten Bericht „Bewertung der Subventionen Fähr-Tarife für Fracht- und Personenverkehr zu senken“.

Die Lösung wird erforderlichenfalls eine Änderung der Gesetzgebung im Sinne eines „guten Willens“ erfordern.

Der Vorschlag zur Lösung von Mandøs Forderungen im Güterverkehr wird vom Ausschussmitglied für Inseln und ländliche Angelegenheiten des Folketings, Troels Ravn (Socialdemokraterne), aus Vejen begrüßt. Er hatte bereits im letzten Jahr an den Minister für Wirtschaft und Inneres Simon Emil Ammitzbøll-Bille appelliert.

„Ich freue mich sehr, dass es jetzt ein Modell auf dem Tisch liegt, wie Mandø Teil des Programms werden kann. Es ist absolut entscheidend für das Leben auf den Inseln. Mandø hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung vor allem in Bezug auf den Tourismus im Wattenmeer genommen“, sagte Troel Ravn.

Er wird jetzt die Angelegenheit erneut mit dem Minister besprechen.

von

Günter Schwarz – 29.08.2018