(København) – Das Königshaus geht davon aus, dass die offiziellen Termine des Kronprinzen in den nächsten Wochen abgesagt werden müssen. Kronprinz Frederik wurde gestern, am Sonntag, wegen eines Bandscheibenvorfalls im Rigshospitalet in København aufgenommen. Das berichtet das Königshaus in einer Pressemitteilung.

Nach Angaben des Königshauses verlief die Operation wie geplant, und Kronprinz Frederik geht es den Umständen entsprechend gut. Der Kronprinz muss sich nun anschließend in Rehabilitationsmaßnahmen begeben und wird voraussichtlich in den nächsten Wochen alle offiziellen Termine absagen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Das Kronprinzenehepaar hätte am Mittwoch an der Gedenkveranstaltung zum Flaggen-Tag für die dänischen Soldaten in Auslandseinsätzen teilnehmen sollen. Außerdem sollte der Kronprinz an einer Segelmeisterschaftsregatta sowie an einem Königsvogelschießens teilnehmen und nach dem Terminkalender des Kronprinzen zu einen Arbeitsbesuch in Finnland reisen.

Schon im Frühjahr klagte Kronprinz Frederik, dass er Probleme mit seinem Rücken habe und deshalb keine großen sportlichen Leistungen von seiner Seite erwartet werden konnten, als er mit dem „Royal Run“ seinen 50. Geburtstag feierte. „Ich habe in letzter Zeit unter Rückenproblemen zu leiden, was dazu führt, dass ich nicht mehr so rennen kann, wie es mir lieb ist“, klang es im Mai vom Kronprinzen.

Laut dem Krankenhaussprecher, Dr. Peter Qvortrup Geisling, kann es ein ziemlich schmerzhafter Prozess sein, wenn Symptome eines Bandscheibenvorfalls auftreten. „Es macht keinen Spaß. Es ist recht schmerzhaft, und er muss die Schmerzen schon seit einer gewissen Zeit mit Schmerzmittel bekämpft haben. Aber der Kronprinz ist ein cooler Typ“, sagt er.

Ein Bandscheibenvorfall kann entweder dadurch bedingt sein, dass die Bandscheibe mit zunehmendem Alter abgenutzt wird oder weil man eine Bewegung macht, die den Vorfall auslöst. Laut Dr. Peter Qvortrup Geisling kommt es selten zu einer Operation. In neun von zehn Fällen meistern die Betroffenen die Symptome mit einigen therapeutischen Spezialübungen und trainieren diese.
„Es gibt zwei Gründe, warum sie sich entscheiden zu operieren. Entweder weil Ärzte festgestellt haben, dass die Übungen, die gemacht werden, nicht auf lange Sicht eine Besserung erwarten lassen, oder sie entscheiden sich für eine Operation, weil die Nerven akut heftig gepresst werden. Das geschieht je nach Fall entweder durch eine kleine Operation unter örtlicher Betäubung oder auch durch eine Operation unter Vollnarkose“, erklärt er.

In der nächsten Zeit ist es entscheidend, dass der Kronprinz sich etwas zurückhält und schont. „Das wird das operative Ergebnis in die richtige Richtung lenken und dafür sorgen, dass es nicht wieder passiert“, sagt der Krankenhaussprecher.

von

Günter Schwarz – 03.09.2018