(København) – Der Verteidigungsminister vergleicht die Gefahr eines Cyberangriffs mit einem tatsächlichen Angriff eines militärischen Krieges. Der dänische Energiesektor kann besonders von Cyberangriffen betroffen sein. Die Bedrohung durch kriminelle Hacker, die letztlich die Versorgungssicherheit des Landes bedroht, ist „sehr hoch“, sagt das Zentrum für Cyber-Sicherheit (CFCS) im Rahmen des „Forsvarets Efterretningstjeneste“ (FE/ Militärischer Abwehrdienst).

Das CFCS schätzt, dass ausländische Staaten unter anderem Interesse an Informationen für die Stärkung und Entwicklung ihrer eigenen Energieversorgung haben oder sie stehlen, um dieses Wissen für die Verwendung in einem politischen oder militärischen Konflikt zu nutzen“, schreiben das CFCs auf seiner Website.

„Cybercrime-Angriffe, die darauf abzielen, IT-Netzwerke und IT-Infrastrukturen zu sperren, können im schlimmsten Fall die Versorgungssicherheit gefährden. Die Bedrohung ist ziemlich ernst“, sagt Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen (Venstre Rechtliberale Partei).

„Für mich ist die Bedrohung in diesem Bereich genauso groß wie ein echter militärischer Krieg, in dem es sich zu verteidigen gilt“, sagte er gegenüber Danmarks Radio, „denn wenn die Stromversorgung gelähmt wird, werden Kommunikation, Krankenhäuser, Ampeln und vieles mehr lahm gelegt. Es wird große Schäden anrichten.“

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Günter Schwarz – 06.09.2018