(København) – Die FDM (Federation of Danish Motorists) hat lange nach einem Verkehrszeichen gesucht, das laut des Verbandes die Verkehrssicherheit auf Dänemarks Straßen erhöhen soll. Das neue Schild wird derzeit die dänischen Straßen und Autobahnen aufgestellt.

Das Zeichen mit dem weißen Kamerasymbol auf blauem Hintergrund wurde eingerichtet, um die Fahrer darauf aufmerksam zu machen, dass die Radargeräte der Polizei auf sie „warten“ oder zumindest warten könnten. Ziel ist es, die Fahrer vom zu schnellen Fahren abzuhalten und vor den „Schnappschüssen“ zu bewahren, die selten ein schmeichelhaftes Abbild zeigen, wenn sie in den Briefkästen von Rasern landen. So sagt es jedenfalls die Interessenorganisation der Autobesitzer, FDM.

„Hier haben wir auf jeden Fall lange Zeit nach der geeigneten Beschilderung gesucht“, sagt Torben Lund Kudsk, Leiter des FDM-Wirtschaftssekretariats, der jetzt aber mit den neuen Verkehrszeichen sehr zufrieden ist. „Es ist wirklich positiv, dass die Polizei und die Straßenbehörden die Kritik von der FDM an der versteckten Geschwindigkeitskontrolle berücksichtigt haben. In den allermeisten Fällen geschieht eine Geschwindigkeitsübertretung offensichtlich unbewusst und eine bessere Information kann dem entgegenwirken, berichtet der FDM auf seiner Website.

Die Schilder sollen auf Straßen sowohl in den Kommunen als auch auf Landstraßen aufgestellt werden – wo die Straßenverwaltung aber jeweils ein Schild für die Beschilderung auf den Staatsstraßen und Autobahnen vorgesehen hat, prüft sie noch, den sie hofft auf finanzielle Zuschüsse aus den Kommunen, um die Standorte der Schilder zu bestimmen. Dazu muss sich die jeweilige Kommune selbst oder das örtliche Polizeirevier melden, denn es ist dafür nicht überall genügend Geld vorhanden.

Für den FDM klingt es problematisch. Zumeist kommt es auf den Gemeindestraßen zu schweren Verkehrsunfällen. „Der FDM befürchtet daher, dass es Budgetbedingungen und nicht die Professionalität sein wird, die darüber entscheidet, ob die Beschilderung ansteht“, gibt Torben Lund Kudsk zu bedenken.

In den Regionen von Sydsjælland (Südseeland) und Lolland-Falster sind schon Orte, wo diese neuen Verkehrsschilder bereits ihren Weg auf örtliche Straßen gefunden haben. Hier schmücken die blauen Schilder beispielsweise schon den Gedser Landevej zwischen Nykøbing Falster und Gedser und bei Farøbroen und Guldborgsundtunnelen. „Wir haben versucht herauszufinden, ob sich die Aufstellung der Zeichen auf die Geschwindigkeit auswirkt – und natürlich eine Geschwindigkeitsreduzierung bewirkt. Und so könnten wir den Kraftfahrern helfen, langsamer zu werden und viele dieser tragischen Unfälle zu vermeiden, die wir manchmal erleben“, sagt Erik Mather, Leiter der Polizeibehörde von Sydsjælland und Lolland-Falster.

Er betont, dass die Polizei als eine der ersten in diese Zeichen investiert hat und dass sie bereits vor vier Jahren bei Farøbroerne und Guldborgsundtunellen ähnliche Zeichen aufgestellt hatte, um die Wirkung der Beschilderung zu testen. „Wir waren uns einig darin, und Analysen bestätigten es später, dass damit ein positiver Effekt erzielt wurde“, sagt er.

Der Erfolg der Schilder, die nun dauerhaft auf den genannten Strecken stehen, hat der Polizei die Möglichkeit gegeben, mobile Schilder an verschiedenen Standorten auszuprobieren.

Ab der nächsten Woche, wenn das Projekt offiziell gestartet wird, werden mobile Schilder dort aufgestellt, wo Radarmessungen durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Betreiber des Messgeräts ein solches Schild mit sich führen. Wenn das Radarfahrzeug eingerichtet wird, sollte das Schild etwa 200 Meter vom Fotowagen entfernt platziert sein.

Erik Malther hat große Hoffnungen darin, dass das Projekt zu weniger Verkehrsunfällen führen wird. Wenn das der Fall ist, wird die Polizei nächstes Jahr mit mehr dieser Warnhinweiszeichen arbeiten.

von

Günter Schwarz – 09.09.2018

Foto: Radarwarnschild