(FL/SL-FL/NF) – Das Kommissariat 9 (Cybercrime) der Bezirkskriminalinspektion Flensburg warnt vor E-mails mit schädlichen Anlagen. Vermehrt wenden sich in den letzten Tagen wieder Privatpersonen und Betriebe an die Ermittler und bitten um Rat.

Kriminelle verschicken Emails mit Anhängen, in der Regel „ZIP-Dateien, mit einer Schadsoftware. Nach dem Öffnen des Anhangs werden Daten und Dateien auf dem Computer umgehend verschlüsselt, so dass kein Zugriff mehr darauf erfolgen kann. Für die Entschlüsselung wird ein Lösegeld (häufig in der Kryptowährung „Bitcoin“) gefordert.

Häufig sind die E-mails daran zu erkennen, dass sie fehlerhaft geschrieben sind. Privatpersonen werden zumeist mit angeblich ausstehenden Zahlungen konfrontiert, Betriebe erhalten Anfragen zu offenen Stellenangeboten und werden so dazu verleitet, den Anhang zu öffnen.

In den meisten Fällen gibt es dann nur noch eine Möglichkeit: PC vom Netz trennen, formatieren und alles neu installieren. Oft bleibt nur die kostenverursachende Hilfe eines Fachmanns. Ein geschädigter Betrieb erlitt durch die Arbeitsausfallzeit und die Instandsetzung der Systeme einen Schaden von über 7.500 EUR.

Quelle: Pressemitteilung dder Polizeidirektion Flensburg vom 12.09.2018 um 14:04 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 12.09.2018