(Hjarnø) – Im Jahr 2016 fanden zwei Amateur-Archäologen einen Goldschatz bei einem Besuch auf der kleinen, nur 3,21 km² großen Insel Hjarnø im Horsens Fjord. Es war der Beginn der Entdeckung eines großen Goldschatzes.

Im Jahr 2016 nahmen zwei Amateur-Archäologen ihre Detektor Ausrüstung mit auf ihre Fjord Reise auf die Insel Hjarnø im Horsens Fjord und fanden dort das erste Goldstück. Seitdem wurden nach einer professionellen Ausgrabung noch mehr Stücke gefunden, so dass der gesamte Fund inzwischen einen Goldschatz von 32 Stücken zählt, die im nächsten Jahr in Vejle ausgestellt werden sollen.

„Jetzt ist der Schatz ausgegraben, und jetzt geht es in der kommenden Zeit darum, die Fundstücke zu analysieren, um Antworten darauf zu bekommen, wo das Gold herkommt, wie es hergestell wurde, wer es dort hingebracht hat, und warum es gerade auf Hjarnø mit Meerblick nach Süden gelegen hat“, erklärt der Forschungsleiter und Kurator der Vejle Museen, Mads Ravn.

Eine Theorie der Museumsleute ist, dass das Gold ein Opfer war. Im Jahr 536 gab es einen großen Vulkanausbruch in El Salvador in Mittelamerika und die riesige Aschewolke aus der Eruption hatte auch ihren Weg nach Europa gefunden und den Himmel verdunkelt. Infolge der Meinung aus dem Museum könnten daraufhin die Untergangsmythen über Ragnarok (das Jüngste Gericht) und dem Fimbul-Winter (großer Winter) entstanden sein.

„Der Goldschatz von Hjarnø muss dort von einem bedeutenden Mann hinterlassen worden sein – vielleicht von einem großen Mann, der seine Macht den Göttern zeigen wollte. Wir vermuten, dass es eine Opfergabe war“, sagt Mads Ravn.

Die Ausstellung namens „Gold und Chaos“ wird in der 5. Woche im Jahr 2019 (Montag, 28. Januar – Sonntag, 3. Februar 2019) eröffnet.

von

Günter Schwarz – 17.09.2018