Foto der Varde Kommune: So soll das neue Flüchtlingsmuseum aussehen,
(Varde) – Der Traum eines Flüchtlingsmuseums in der dänische Kleinstadt Varde im südwestlichen Jylland (Jütland) über die vielen deutschen Flüchtlinge, die am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Dänemark geflohen sind, ist einen Schritt näher gekommen.

Das geplante Flüchtlingsmuseum erhält nun eine weitere wirtschaftliche „Spritze“ und kommt damit der Realität ein Stück näher. In ihrem neuen Haushalt für 2019-22 hat die Gemeinde Varde 10 Millionen Kronen (1,34 Mio Euro) für das Projekt bereitgestellt. Bereits im August erhielt das Projekt 10 Millionen Kronen von insgesamt 400 Millionen (53,6 Mio.), die die Regierung dem Kulturraum Syddanmark zuweist.

Flüchtlingsstrom aus Deutschland

Am Ende des Zweiten Weltkriegs kamen ca. 250.000 deutsche Flüchtlinge aus dem Osten nach Dänemark. Von 1945 bis 1949 befand sich Dänemarks größtes Flüchtlingslager in Oksbøl bei Varde westlich von Vejers Strand.

Das Lager war das größte in Dänemark, in dem rund 36.000 Menschen lebten. Zu der Zeit war es damit fast so groß wie die Stadt Esbjerg.

Es wird erwartet, dass das Museum rund 100 Millionen Kronen (13,4Euro) kosten und wie das Tirpitz-Museum bei Blåvand vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group entworfen wird.

von

Günter Schwarz – 18.09.2018