(Odendse) – Eine neue Analyse zeigt, dass die im Bau befindliche Letbane (Stadtbahn) in Odense die Autofahrer an den problematischen Stellen in der Stadt vor zusätzliche Herausforderungen stellen wird. Geduld wird für die Autofahrer in Odense gefragt sein, wenn die Stadtbahn wie geplant 2020 fertig sein wird.

Eines der Beispiele sind die Auto-Schlangen, die von durchschnittlich 500 auf 800 Meter Länge anwachsen werden, und besonders wird es Probleme für Autofahrer geben, die Gleise der Stadtbahn kreuzen müssen. Das zeigt eine neue Machbarkeitsanalyse, die Odense in Auftrag gegeben hat. „Es gibt immer Probleme, aber jetzt erwarten wir, dass die Situation noch schwieriger wird“, erklärt Rasmus Bach Mandø, Leiter für Verkehr und Mobilität in der Stadt Odense.

„Es ist besorgniserregend“, sagt Stadtrat Søren Windell (Det Konservative Folkeparti), „ich hoffe, dass das Stadt- und Kulturmanagement tiefer auf die Problematik eingeht, damit wir diese ,Kühe vom Eis‘ bekommen. Wir haben ohnehin schon viele Verkehrsprobleme in Odense.“

Der Inhalt der neuen Analyse ist kein neues Wissen und keine Überraschung für die verantwortlichen Politiker, die 2011 mitgeholfen haben, das Stadtbahnprojekt zu planen. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand daran zweifeln konnte, dass es eine Herausforderung war, da schon damals auf den Straßen sehr beschränkt Platz war und die Stadtbahn einiges davon brauchen würde“, sagt die Stadt- und Kulturberaterin Jane Jegind (Venstre / Rechtsliberale Partei).

Pernille Bendix von der rechtspopulistischen Dansk Folkeparti (Dänische Volkspartei), die bei der Verabschiedung des Stadtbahnprojekts schon im Stadtrat saß, zeigt sich ungerührt. „Es wirkt sich bereits jetzt auf den Straßenbau aus, daher ist es logisch, dass der Verkehr offensichtlich weiter beeinträchtigt wird und dass die Autos länger in Warteschlangen stehen“, sagt sie.

Molly Fletcher ist Autofahrerin in Odense und ist nicht glücklich mit der Aussicht auf anwachsende Staus. „Ich finde das super frustrierend!“ sagt sie.

Die Stadt- und Kulturstadträtin Jane Jegind (V) schlägt vor, die Ampelsteuerung in Odense so anzupassen, dass dadurch der Verkehr zumindest soweit wie möglich erleichtert wird. „Ich bin mir sehr bewusst, dass wir ständig darüber nachdenken sollten, wie wir den Verkehr flüssiger gestalten können“, sagt sie.

Vorläufig ist kein Geld für den Ausbau der Fahrbahnen auf den Straßen vorgesehen, in denen vermehrt Probleme auftreten, wie zum Beispiel an der Kreuzung Ørbækvej/Munkerisvej im Rosengårdscenter, einem der problematischen Orte.

von

Günter Schwarz – 21.09.2018