(Fanø ) – Das Fanø-Strickfestival ist in vollem Gange, und trotz des stürmischen Wetters kamen die Leute auf die Insel im Wattenmeer, wo Himmel und Meer jetzt eins zu sein scheinen. Obwohl der Sturm Knud nur zum Teil auf Sønderjylland trifft, blies der Wind am Freitag recht scharf entlang der Westküste.

„Es bläst wirklich, und plötzlich war überall Wasser auf der Straße und auf den Gehwegen. Ich war total nervös und unsicher, ob ich überhaupt mit dem Auto weiterfahren konnte“, berichtet die TV-Reporterin Julie Schou, die sich auf Fanø aufhält, da sie wegen einer TV-Übertragung auf die Insel musste.

Auf Fanø ist am heutigen Freitag der erste Tag des dreitägigen Strickfestivals, bei dem bis zu 10.000 Gäste auf der Insel erwartet werden, um an verschiedenen Workshops teilzunehmen. „Wir waren total aufgeregt, weil es wegen des Sturms für uns so schlecht aussah. Wir dachten, dass der Regen und Sturm uns unser Strickfestival in Schutt zerfetzen und die Leute von einem Besuch abschrecken würde. Und das ist nicht der Fall!“

„Dieses ist das erste Mal, dass wir hier sind und wir waren total aufgeregt wegen des Sturms bei der Anreise. Aber das machte nichts“, erzählen die 38-jährigen Zwillinge Anja und Anita Hjort aus Kolding, die eigentlich schon seit drei Jahren zum Festival wollten. „Das Sturmwetter trägt fast zum Erlebnis bei, wenn wir schon hier an der Nordsee sind“, fügten sie an.

Obwohl der heutige Freitag auf Fanø eine stürmische Brise mit einer Windstärke von 20 bis 23 Metern pro Sekunde bläst und Sturmböen gar eine Stärke zwischen 25 und 27 Metern pro Sekunde erreichen, können sie kein echtes „Strickerherz“ beeindrucken und schon gar nicht vom Stricken abhalten.

Trotz des Wetters fährt weiterhin die Fähre zwischen Esbjerg und Fanø, wie es von Fanøfergen auf der Website heißt – und wie man es beim Anblick des Fähranlegers (siehe Beitragsbild) kaum zu glauben vermag.

von

Günter Schwarz – 21.09.2018