(Kiel) – In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Polizeibeamte einen „Geisterfahrer“ auf der Bundesstraße 76 in Höhe der Überführung Wellseedamm gestoppt. Der Mann stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und hatte etwa sechs Kilometer Fahrt in der falschen Fahrtrichtung hinter sich.

Zeugen meldeten gegen 02:10 Uhr, dass ein roter Honda am Waldwiesenverteiler in verkehrter Fahrtrichtung auf die Bundesstraße 76 eingefahren sei. Mehrere Streifenwagen aller Kieler Reviere waren eingesetzt, um den Wagen zu stoppen. Etwa sechs Kilometer entfernt konnte der Wagen in Höhe der Überführung Wellseedamm gesichtet werden, teils auf der Fahrbahn, teils auf dem Gehweg stehend.

Als sich Polizeibeamte des 3. Reviers dem Honda näherten, startete der 51 Jahre alte Fahrer den Wagen und versuchte zu flüchten. Beamte des Bezirksreviers rammten den Wagen mit geringer Geschwindigkeit und stoppten so die Weiterfahrt. Der Mann versperrte von innen die Türen seines Honda und weigerte sich auszusteigen, so dass die Beamten eine Seitenscheibe einschlugen und ihn unter passivem Widerstand aus dem Wagen holen konnten.

Er wurde anschließend vorläufig festgenommen und zum 4. Polizeirevier verbracht. Ein Drogenvortest ergab hier einen positiven Wert auf Konsum von Betäubungsmitteln, so dass eine Blutprobe angeordnet wurde. Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. An einem Streifenwagen entstand leichter Sachschaden. Der Honda war schwer beschädigt und musste abgeschleppt werden. Die Bundesstraße wurde während des Einsatzes ab dem Wiener Kreisel für etwa 20 Minuten in Fahrtrichtung Kiel voll gesperrt. Ob der Mann während seiner Irrfahrt entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet hat, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Kiel vom 24.09.2018 um 11:25 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 24.09.2018